TRADITION

  • "CARS OF THE STARS"

    Mit dem Kriegsende wurde 1945 der Firmenname den Modellbezeichnungen angepasst – das Unternehmen hieß nun offiziell Jaguar Cars Ltd. Während zunächst noch weiter Vorkriegsmodelle von den Bändern liefen, feierten 1949 zwei völlig neue Baureihen ihre Premiere: die leistungsstarke Limousine Mark V und der Zweisitzer XK 120, der wohl modernste und schnellste Wagen seiner Zeit, revolutionär im Design und das erste Jaguar Modell mit dem XK-Doppelnockenwellen-Motor – bis 1987 das wichtigste Jaguar Triebwerk.

    Jaguar entwickelte sich zu einem der größten Exporteure der britischen Industrie, ganz besonders auf dem nordamerikanischen Markt. Zudem wurden Jaguar Automobile in den USA zu „Cars of the Stars", zu den bevorzugten Fahrzeugen der Hollywoodstars: Clark Gable, Tony Curtis und Frank Sinatra – um nur einige zu nennen – avancierten zu begeisterten Jaguar Fahrern.

  • GROSSARTIGE RENNSPORTHISTORIE

    Nach einem Probelauf bei den 24-Stunden von Le Mans im Jahre 1950 wurde dem Automobilhersteller schnell bewußt, dass Jaguar Automobile auch im Rennsport erfolgreich sein könnten. Lyons ließ sich daraufhin überzeugen, ein Modell zu fertigen, das ausschließlich zu Rennzwecken dienen sollte. Und so wurde der XK120C geboren, der allgemein als C-TYPE bekannt ist. Pünktlich zum Rennen in Le Mans 1951 standen drei dieser Modelle bereit. Jaguar war damals noch eine unbekannte Größe, doch der von Peter Walker und Peter Whitebread pilotierte C-TYPE überzeugte bei seinem Debüt auf der Rennstrecke mit einem überragenden Sieg.
    Die Ingenieure von Jaguar hatten inzwischen zusammen mit Dunlop an einer völlig neuen Entwicklung gefeilt: der Scheibenbremse. Sie sollte 1953 in Le Mans als Jaguars Geheimwaffe dienen. Mit den abriebfreien Bremsen konnte der C-TYPE am Ende der fünfeinhalb Kilometer langen Mulsanne-Geraden problemlos von rund 240 km/h herunterbremsen - und das in wesentlich kürzerer Zeit als die Konkurrenz. Damit dominierte Jaguar das Teilnehmerfeld und belegte den ersten, zweiten und vierten Platz der Gesamtwertung. Angesichts dieses großartigen Triumphs gegen eine fast übermächtig scheinende Konkurrenz wurden 1953 in Le Mans auch die letzten Zweifel beseitigt, dass sich Jaguar und der XK-Motor als weltweit ernst zu nehmende Größe etabliert hatte. Bis Ende der 50er Jahre sollten in Le Mans der Jaguar C-TYPE und der darauf folgende D-TYPE insgesamt fünf Siege erringen.

  • MIT DEM E-TYPE IN DIE ZUKUNFT

    Zu Beginn der 60er Jahre hatte sich Jaguar vorgenommen, einen weiteren großen Sprung in Richtung Zukunft zu wagen. Und genau dies gelang eindrucksvoll mit dem 1961 erstmals präsentierten E-TYPE. Wie bereits 1948 der XK120 war auch dieses Modell wieder eine absolute Sensation, die den damals herrschenden Zeitgeist perfekt zum Ausdruck brachte. Der Jaguar E-TYPE wurde zu einem Kultmodell und dem wahrscheinlich berühmtesten Sportwagen aller Zeiten. In den 13 Jahren nach seiner Einführung wurden rund 70.000 Exemplare gebaut, von denen 60 % in die USA verschifft wurden.
    Im Jahr 1968 folgte dann die Luxuslimousine XJ. Zunächst lediglich als Experiment geplant (XJ = Experimental Jaguar), sollte dieses Modell das Gesicht der Marke bis heute wesentlich mitprägen. Die einzigartige, sportlich-elegante Linienführung muss als weiteres Meisterstück von Lyons gelten. Zu einer Zeit, in der Automobile zunehmend an Charakter verloren, wusste Jaguar seine Identität eindrucksvoll zu wahren.

    1972 zog sich der inzwischen 71-jährige Sir William Lyons aus dem aktiven Geschäftsleben zurück.
     
    1975 kam dann der XJ-S auf den Markt, ein Sportwagen mit der Eleganz einer Limousine, der bis weit in die 80er Jahre populär sein sollte.
     
    In den folgenden zwei Jahrzehnten ging Jaguar wieder bei ausgewählten Rennsportveranstaltungen an den Start. 1988 konnte das Unternehmen den fünf Le-Mans-Siegen der 50er Jahre noch einen weiteren hinzufügen. Zwei Jahre später, am vierzigsten Jahrestag des ersten Le-Mans-Rennens von Jaguar, sicherte sich der Automobilhersteller sowohl den ersten als auch den zweiten Platz und erhöhte damit die Zahl seiner Gesamtsiege auf sieben.

  • NEUES JAHRTAUSEND, ZEITLOSE WERTE

    In den 90er Jahren wurden der XK8 und der  XKR, jeweils als Coupé und als Cabriolet,  sowie das neue Einstiegsmodell S-TYPE eingeführt. Damit verfügte Jaguar über das umfangreichste Modellangebot seit der Gründung.

    Im Februar 2001 erwies sich der X-TYPE als Highlight des Automobilsalons in Genf. Im darauf folgenden Jahr wurde der XJ mit seiner revolutionären Aluminiumkarosserie beim Automobilsalon in Paris vorgestellt. Ab 2008 setzte der XF die großartige Tradition schöner, schneller Automobile fort.

    In 2009 schlägt Jaguar ein neues Kapitel der Firmengeschichte auf - mit der wegweisenden Neuauflage der Stilikone XJ.
     
    Und von den Anfängen bis heute gilt für jeden gefertigten Jaguar unverändert, was der charismatische Firmengründer damals zu seiner Maxime erhob: „Wir streben danach, Lebewesen zu schaffen - oder jedenfalls etwas, was diesen nahe kommt. “

  • ERKUNDEN SIE DIE LEGENDÄREN WURZELN VON JAGUAR VOR ORT IM JAGUAR HERITAGE MUSEUM

    Im Jaguar Heritage Museum in Coventry finden Sie zahlreiche Automobile, die Jaguar weltberühmt gemacht haben. Rund 160 Ausstellungsstücke und ein Archiv mit tausenden von Bildern und Dokumenten, die bis zu den Anfängen des Unternehmens zurückreichen ... nirgendwo wird die Geschichte von Jaguar lebendiger vermittelt. 

    HERITAGE MUSEUM UND FAHRZEUGSAMMLUNG >