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Mit dem Anbruch des neuen Jahrtausends trat Jaguar in die Formel 1 ein, ein Ereignis, das mit der Entwicklung des XK8-Sondermodells „Silverstone“ gefeiert wurde. Der Silverstone, der auf der Kompressorversion XKR des XK8 basierte, war streng auf Leistung ausgerichtet, mit 20 Zoll-Leichmetallrädern mit Pirellis P-Zero Reifen und Brembo Vierkolbenbremsen mit Aluminiumbremssätteln. Der Wagen war mit Jaguars CATS-System (adaptive Fahrwerksregelung) und einer speziellen Handling-Ausstattung der SVO-Abteilung (Special Vehicles Operation) des Unternehmens ausgerüstet. Ursprünglich waren nur 100 Fahrzeuge geplant, 50 Coupés und 50 Cabriolets, die in Europa verkauft werden sollten. Die Wagen erwiesen sich jedoch als so erfolgreich, dass eine weitere Serie von 500 Fahrzeugen gefertigt wurde, um der Nachfrage aus den USA und dem Rest der Welt gerecht zu werden. Mit Blick auf den Namen des Modells waren natürlich alle 600 Wagen in Platinum Silver lackiert. Das Silverstone-Modell kündigte eine neue Reihe von Hochleistungsoptionen an, die R-Serie, die später im Jahr als Sonderausstattung für Serienwagen erhältlich wurde. Zu den Optionen gehörten Räder, verbesserte Bremsen und Handling-Pakete, die speziell auf den XJR und den XKR zugeschnitten waren. Die R-Optionen wurden von der Abteilung Spezialfahrzeuge entwickelt, die den XK 180 gebaut hatte. New Lawson Design Studio im Whitley Engineering Centre
Mitte des Jahres 2000 eröffnete das Unternehmen ein neues, modernes Designstudio, das nach Geoff Lawson benannt wurde, dem Designdirektor, der im Juni 1999 plötzlich verstorben war. Der Zweck des Lawson-Studios, das sich im Whitley Engineering Centre befindet und unter der Leitung des Designdirektors Ian Callum steht, besteht darin, über die Grenzen der direkten Zukunft hinauszusehen und neue Designkonzepte und Marktnischen zu untersuchen, die für Jaguars Zukunft zum Tragen kommen könnten. Der Leiter des Studios, Julian Thomson, fasste dessen Aufgabe folgendermaßen zusammen: „Unsere Aufgabe ist es zu fragen „Was wäre, wenn...?““ Einführung des X-TYPE Zum Ende des Jahres 2000 wurden die ersten Informationen über das Fahrzeug veröffentlicht, das bisher lediglich unter seinem Codenamen „X400“ bekannt gewesen war. Der X-TYPE, als der es bekannt wurde, würde 2001 auf den Markt kommen und sollte Jaguars Verkaufszahlen in seinem ersten Jahr verdoppeln. Der mit Spannung erwartete „kleine Jaguar“ sollte eine viertürige Limousine sein, mit 2,5 und 3,0 Liter V6-Motoren und Allradantrieb. Die minimalen Informationen, die veröffentlicht wurden, weckten weltweit enormes Interesse und gespannte Erwartung auf die Enthüllung des Wagens bei der Automobilmesse in Genf 2001. Neue Website Ende 2000 führte Jaguar eine neue Website ein, die es Kunden ermöglichte, das komplette Angebot zu sehen und einen Wagen online auszuwählen. Durch den Zugang zu allen erhältlichen Farben und Optionen kann der Kunde einen „virtuellen“ Wagen sehen, der ganz nach seinem persönlichen Geschmack ausgestattet ist. Forschung hat gezeigt, dass immer mehr mögliche Kunden für Luxusautomobile das Internet benutzen, um sich Informationen zum Fahrzeugkauf zu beschaffen, und die neue Website, , stellt ein wirkungsvolles Hilfsmittel für den Verkauf dar.
2001 Internationale Automobilmesse in Genf Im Februar 2001 wurde der X-TYPE auf der Internationalen Automobilmesse in Genf vorgestellt. Der Wagen war der Höhepunkt der Messe, denn obwohl einige allgemeine Informationen vor der Vorstellung veröffentlicht worden waren, so dass die Wagen ohne Angst vor spionierenden Fotografen getestet werden konnten, war dies der erste öffentliche Auftritt. Die Enthüllung bei der Messe und die folgenden Probefahrten durch die Presse bestätigten die Tatsache, dass dies trotz seiner Größe ein echter Jaguar ist. Das elegante und zurückhaltende Design hat genug des typischen Stils beibehalten, so dass der Wagen sofort als Jaguar zu erkennen ist, und die Innenausstattung bietet die Qualität und den Komfort, die für den guten Ruf der Marke verantwortlich sind.
Jaguars erstes Allradantriebssystem: Traction 4 Vom technischen Standpunkt her war der X-TYPE für sein Allradantriebssystem bemerkenswert, das den Antrieb im Verhältnis 40/60 über eine Viscokupplung auf die Vorder- und Hinterräder aufteilt. Es war das erste Allradantriebssystem auf einem serienmäßigen Jaguar und spiegelte als solches Jaguars technisches Know-How und seine Erfahrung wider. Unter den besonderen Merkmalen des Traction 4-Systems, als das es bekannt wurde, befand sich eine einzigartige, mit zwei Lagern ausgestattete obere Verstrebungshalterung für die Vorderradaufhängung. Kombiniert mit der geschwindigkeitsabhängigen Servolenkung von ZF setzte die neue Konstruktion neue Standards für allradangetriebene Fahrzeuge.
2,5 Liter und 3,0 Liter V6-Motoren Die Motoren für den X-TYPE waren leichtgewichtige Viernockenwellen-V6-Antriebseinheiten mit 2,5 und 3,0 Liter-Kapazität, die in ihrer Klasse Topleistung erbrachten. Die neuen Motoren, die von den Ingenieuren bei Jaguar speziell entwickelt wurden, um den hohen Standards gerecht zu werden, die von dem Unternehmen erwartet wurden, das die legendären XK- und V12-Vorgänger entworfen hatte, hatten eine kontinuierlich variable Nockenwellensteuerung, einen Lufteinlass mit variabler Geometrie sowie ein patentiertes Präzisionskühlsystem mit geringer Kühlmittelmenge, jedoch hoher Fließgeschwindigkeit.
Die X-TYPE-Serie, die entwickelt wurde, um ein breiteres, jüngeres Klientel anzuziehen, begann mit dem 2,5 Liter V6, der 194 Pferdestärken lieferte, und wurde vom 3,0 Liter Sport mit 227 Pferdestärken abgerundet. Nachdem der X-TYPE in Genf und von der Presse hervorragend aufgenommen worden war, kam er im Mai in Großbritannien und kurz darauf in anderen Märkten in die Verkaufsräume. Der Termin für den Marktgang folgte kurz auf die offizielle Eröffnung der Halewood-Fabrik, die nicht nur erfolgreich die Jaguar Qualitäts- und Zuverlässigkeitsstandards übernommen hatte, sondern auch den besonderen Stolz auf das Produkt, das ein Merkmal aller Jaguar-Produktionsstätten ist.
1.500.000. XJ8 läuft vom Band Dieser Stolz war im Juli besonders augenscheinlich, als der 1,5 Millionste Jaguar, eine XJ8-Limousine, in Jaguars erster Fabrik, Brown's Lane in Coventry, vom Band rollte. Es hatte fast sechzig Jahre seit der Gründung des Unternehmens gedauert, damit die Produktionsmenge diese denkwürdige Zahl erreichte, jedoch wurde die Fertigung so schnell erweitert, dass die 1,5 Millionen in weniger als zehn Jahren verdoppelt werden sollten.
Das R Coupé-Konzept bei der Frankfurter Automobilmesse 2001 Die Frankfurter Automobilmesse im September sah das erste Exemplar, das der Arbeit des Geoff Lawson Designstudios entsprang, ein muskulöses Coupé, das mögliche zukünftige Designtrends zeigen und die Reaktion der Öffentlichkeit auf diese Trends abschätzen sollte. Der zweitürige Viersitzer mit Namen R-Coupé integrierte einen Pedalmechanismus für die Gangschaltung, Scheinwerfer, die der Lenkung folgten, elektronische Türentriegelung und ein Sprachsteuerungssystem für eine Vielzahl von Zubehör. Diese letzte Funktion wurde zu einem System weiterentwickelt, das in serienmäßigen Jaguaren des S-TYPE eingeführt wurde. Das R-Coupé war nicht für die Produktion gedacht, so dass es weniger praktische, aber enorm stilvolle Ausstattungen zeigen konnte, einschließlich versilberten Details im Interieur und einem Bodenbelag aus Leder.
Mike Beasley zum Managing Director ernannt Ende Oktober 2001 trat Jonathan Browning von seinem Posten als Managing Director zurück und wurde von Mike Beasley gefolgt, dem Mann, der die Jaguar-Produktion seit den Tagen der Privatisierung geleitet hatte. Mit der Absicht, die Synergien der drei britischen Luxusmarken in der Premier Automotive Group zu maximieren, wurde ein Betriebskomitee eingerichtet, um die Aktivitäten bei Jaguar, Aston Martin und Land Rover zu beaufsichtigen. Der CEO von Land Rover, Bob Dover, der während seiner Tage bei Jaguar für das XK8-Projekt verantwortlich gewesen war, wurde zu seinem Vorsitzenden ernannt.
Die S-TYPE-Serie wird erweitert Im Dezember 2001 wurde eine wichtige Entwicklung in der S-TYPE-Modellreihe bekanntgegeben, die größeren Veränderungen an ihrem Fahrwerk, einschließlich völlig neuer Vorderradaufhängung und modifizierter Hinterradaufhängung, unterzogen wurde. Die Karosserie wurde leichter und steifer gestaltet und zum ersten Mal gab es eine R Performance-Version des Wagens. Der S-TYPE war nun mit einer vergrößerten Version des XK8-Motors mit einer Kapazität von 4,2 Litern erhältlich. Die R-Version war mit einem Kompressor ausgestattet und in dieser Form lieferte der Motor nicht weniger als 390 PS, wodurch der S-TYPE R die schnellste Jaguar-Limousine seiner Zeit wurde. Eine elektronische Feststellbremse, die mit einer Taste auf der Armaturentafel statt mit einem am Boden befestigten Bremshebel betätigt wird, wurde bei den 4,2 Liter-Modellen neu eingeführt. Die Gesamtproduktion für 2001 überschritt 100.000 Fahrzeuge, ein Meilenstein für das Unternehmen. Die erweiterte X-TYPE-Serie und der verbesserte S-TYPE sorgten dafür, dass man selbstbewusst eine Verbesserung gegenüber dieser Zahl für 2002 ins Auge fassen konnte.
Die Jaguar Heritage Collection 2002 begann mit der Bekanntgabe, dass Jaguar eine Sammlung wichtiger und historischer Automobile in den Vereinigten Staaten gründen werde, die gemäß denselben Grundsätzen wie denen des Jaguar Daimler Heritage Trust arbeiten werde. Um sich Jaguar Heritage Collection nennen zu können, musste es den Zweck haben, eine Sammlung von Fahrzeugen aufzubauen, die für Jaguars Entwicklung in seinem größten Exportmarkt relevant gewesen waren. Die Wagen würden als eine Erinnerung an Jaguars Geschichte dienen und würden Jaguar-Händlern in Nordamerika zu Ausstellungszwecken zur Verfügung stehen.
Mark Fields zum neuen CEO der Premier Automotive Group ernannt. Im April trat Dr. Wolfgang Reitzle von seiner Position als CEO der Premier Automotive Group zurück, um eine führende Stellung in der deutschen Industrie anzutreten. Der neue CEO der Gruppe war Mark Fields, zuvor Leiter der Mazda Motors Corporation.
Der vollkommen neue XJ wird bei der Pariser Automobilmesse 2002 vorgestellt Auf der im September stattfindenden Pariser Automobilmesse fand die Enthüllung des vollkommen neuen und technisch fortschrittlichen Limousinensortiments statt, das den XJ8 ersetzen sollte. Der neue XJ, der unter dem Projektnamen X350 entwickelt worden ist, ist ein großer Schritt nach vorne - nicht nur für Jaguar, sondern auch für die Automobilbranche an sich. Er ist der erste serienmäßig produzierte Wagen, der Aluminium für den Großteil seiner Karosseriebauteile verwendet.
Wie der XJ Aluminium einsetzt Aluminium ist ein Material, das die Ingenieure vor einzigartige Probleme stellt, aber auch einzigartige Vorteile für den Fahrer und Fahrzeughalter bietet. Jaguars Ingenieure waren entschlossen, die Probleme, denen sie sich gegenübersahen, zu bewältigen, um einen Wagen zu schaffen, der sich die Technologie des 21. Jahrhunderts vollkommen zu Nutze macht. Die Karosseriestruktur verwendet zum ersten Mal in der Branche eine Fügetechnologie mit Nietverbindungen, bei der selbstbohrende Nieten und Epoxy-Klebstoff die Press-, Guss- und Extrusionskomponenten aus Aluminium zusammenhalten. Die weit reichende Verwendung von Aluminium machte den neuen XJ gegenüber dem Modell, das er ersetzte, um 200 kg leichter, obwohl das neue Fahrzeug länger, höher und breiter als sein Vorgänger war und so verbesserten Kopf-, Fuß- und Schulterraum für alle Insassen bot. Die Karosserie des neuen Wagens ist nicht nur 40 % leichter als die des vorherigen XJ, sondern auch 10 - 15 % steifer und bietet so wertvolle Verbesserungen bei der Karosseriestärke und im Fahrverhalten.
Der völlig neue XJ: Stärker, Schneller, Sicherer, Intelligenter Der neue Wagen wird von dem bereits existierenden 4,2 Liter V8-Motor sowohl in Kompressor- als auch in Saugmotorversion angetrieben. Zudem gibt es Versionen, die mit einem neuen 3,5 Liter V8- bzw. einem 3,0 Liter V6-Motor ausgerüstet sind. Alle Motoren sind mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe ausgestattet. Die selbstregulierende Luftfederung ist eine weitere Innovation und gehört zusammen mit dem CATS-System bei allen Modellen zur Serienausstattung. Der Wagen bietet zahlreiche elektronische Technologien, einschließlich dynamischer Stabilitätskontrolle, adaptiver Geschwindigkeitsregelung mit Auffahrwarnfunktion und Jaguars adaptives Rückhaltesystem, das zuvor beim XK8 eingeführt wurde und das den Einsatz der Beifahrerairbags im Verhältnis zur Größe und Position des Beifahrers anpasst.
Das Styling des neuen Automobils zeigt deutlich die Jaguar-DNA. Als Luxuswagen mit all der nötigen Würde entwickelt verleihen ihm seine Proportionen und seine Haltung sowie seine offensichtliche dynamische Qualität eine echte Präsenz auf der Straße. Der „Aluminium XJ“ ist die siebte Jaguargeneration, die das XJ-Emblem trägt. Die erste kam 1968 auf den Markt. Im Frühjahr 2003, als der neue Wagen bei den Händlern erhältlich war, waren rund 800.000 XJ hergestellt worden.
X-TYPE feiert den Verkauf der ersten 100.000 Es ist interessant, dass zu dem Zeitpunkt, als die neue große Limousine die Ausstellungsräume betrat, der X-TYPE den Verkauf der ersten 100.000 feierte.
Neue Bahnstation in Castle Bromwich Im März 2003 eröffnete Ihre königliche Hoheit die Princess Royal, Prinzessin Anne, eine neue Bahnstation im Werk Castle Bromwich. Der neue Kopfbahnhof soll als Ladepunkt für Fahrzeuge für den Export dienen und eine große Verkehrsmenge von Großbritanniens überlasteten Straßensystem abziehen.
Mike Wright zum Managing Director von Jaguar ernannt Mitte 2003 trat Mike Beasley von seinem Posten als Managing Director zurück und wurde von Mike Wright ersetzt. Mike Beasley stieß 1974 als Direktor für Produkt- und Werkstechnik zu Jaguar. Er wurde erfolgreich zum Werksdirektor, dann Direktor der Produktion und 1999 schließlich zum geschäftsführenden Direktor der Produktion und Technik befördert. Im Oktober 2001 wurde er zum Managing Director ernannt.
Jaguars allererste dieselbetriebene Automobile Im Juni 2003 wurden in einer gemeinsamen Bekanntmachung von Jaguars Mutterunternehmen Ford und dem französischen PSA Peugeot Citroën Informationen zu zwei neuen Dieselmotoren veröffentlicht, die in Jaguars ersten dieselbetriebenen Fahrzeugen eingesetzt werden würden. Die zwei neuen Motoren, die in Zusammenarbeit von Teams des amerikanischen und des französischen Unternehmens entwickelt worden waren, waren eine 2,0 Liter Vierzylindereinheit, die als eine Alternative zu dem 2,0 Liter Benziner im X-TYPE angeboten werden sollte, und ein 2,7 Liter V6-Kompressormotor, der 2004 in die S-TYPE-Modellreihe eingeführt werden sollte.
Beide Motoren verwenden die neueste Common-Rail-Dieseltechnologie und wurden speziell entwickelt, um mit niedrigen Geräuschpegeln und ruhiger Leistung die Bedürfnisse der Käufer von Luxusfahrzeugen zu erfüllen. Die glatte Arbeitsweise, das hohe Drehmoment und der geringe Kraftstoffverbrauch moderner Diesel haben sie zu Verkaufsrennern in Europa gemacht und Jaguars Ausdehnung in einen breiteren Markt machte eine Diesel-Version zu einem wichtigen Element im Modellangebot des Unternehmens. Einführung des JP1 Sport Rennwagens Im Sommer 2003 trat ein neuer Sportwagen mit einem Jaguar-Motor auf den Plan. Der frühere Rennfahrer und nun Motorsport-Entrepreneur Jonathan Palmer führte den JP1 ein, ein Sportrennwagen, der dazu entwickelt wurde, normalen Fahrern das Gefühl einer Fahrt in einem echten Rennwagen auf einer geschlossenen Rennstrecke zu geben. Der JP1, der im Stil eines Le Mans-Sportrennwagens konstruiert wurde, wird von einem 3,0 Liter V6 angetrieben, ähnlich dem im X-TYPE eingesetzten Motor. Der Motor wurde von Cosworth modifiziert, dem Unternehmen, das Jaguars Formel 1-Motoren liefert, um ihm mehr Kraft und ein höheres Drehmoment zu verleihen. Der JP1 ist ein Mittelmotorwagen mit Hinterradantrieb und einem sequenziellen Sechsgang-Renngetriebe. Es hat eine vollständig einstellbare Rennaufhängung auf einem Stahlrohrfahrwerk, das von Fiberglas-Karosserieteilen umhüllt ist. Mit einem Gewicht von nur 650 kg kann der JP1 in nur 3,6 Sekunden von Null auf sechzig Meilen pro Stunde beschleunigen. Der JP1, ein reiner Rennwagen, wurde nur für die Verwendung auf der Rennstrecke von Jonathan Palmers Autodrome in der Nähe von Bedford konstruiert, wo Motorsport-Liebhaber die Möglichkeit haben, Rennwagen in kontrollierten Bedingungen auszuprobieren.
Neue Testanlage wird am Nürburgring in Deutschland eröffnet Während die JP1 auf der privaten Rennstrecke eingesetzt wurden, eröffnete Jaguar seine eigene Anlage an einer der weltweit berühmtesten Rennstrecken, dem Nürburgring in Deutschland. Auch wenn die 14,2 Meilen lange Strecke nicht mehr für große internationale Rennen verwendet wird, wurde der „Ring“ zu einer Teststrecke der Weltklasse für große Automobilhersteller. Das Prüfen von Prototypen über die Hunderte von Kurven, Anstiege und Gefälle der legendären Strecke ermöglicht es Ingenieuren, die Fahrzeuge bis an Grenzen zu bringen, die niemals auf normalen Straßen mit normalem Verkehr und Verkehrsverordnungen kopiert werden könnten. Durch die Einrichtung seiner eigenen Werkstatt und Testanlage in Deutschland kann Jaguar die ganzen Vorteile der Testmöglichkeiten ausschöpfen, die der Nürburgring anbietet.
Frankfurter Automobilmesse 2003 Die Frankfurter Automobilmesse im September 2003 war ein wichtiges Ereignis für Jaguar. Auf ihr hatte eine wichtige Erweiterung der X-TYPE-Serie, der X-TYPE Estate, seinen ersten öffentlichen Auftritt und außerdem wurde die überraschende Enthüllung eines weiteren Konzeptfahrzeugs vom Advanced Styling Studio, des RD-6, gefeiert. Der X-TYPE Estate, der erste, jemals von Jaguar produzierte Kombi, wurde wie die Dieselversion eingeführt, um auf sich ändernden Trends im Marktsegment des X-TYPE zu reagieren. Mehr als ein Viertel der Verkaufszahlen in diesem Segment stammen von Kombis und Jaguars Kunden haben das Recht zu erwarten, dass das Unternehmen ein Fahrzeug anbieten sollte, das die Geräumigkeit und Anpassungsfähigkeit dieses Karosseriestils mit den Eigenschaften verbindet, die den X-TYPE zu einem solchen Erfolg gemacht haben. Der neue Estate basiert auf der X-TYPE-Limousine mit einem einzigartigen, neuen Karosseriestyling und einer neuen Struktur ab der Position der B-Säule - einschließlich der hinteren Türen und des Dachs. Bei heruntergeklappten Rücksitzen bietet der X-TYPE Estate mehr Laderaum als seine wichtigsten deutschen Rivalen. Das Allradantriebssystem gehört in der gesamten Modellreihe zur Serienausstattung und alle Motoroptionen sind erhältlich, von den benzin- bzw. dieselbetriebenen 2 Liter-Motoren bis hin zum 3,0 Liter V6 Benziner. Das Format des Estate mit seiner Fähigkeit, das gesamte Gepäck einer Familie zu transportieren, zusammen mit seinem wettbewerbsfähigen Preis bedeuten, dass nun eine noch größere Bandbreite von Kunden die Freuden eines Jaguars genießen kann.
Das R-D6-Konzept Der Konzeptwagen R-D6 zeigte Jaguars „neue Designrichtung“. Er hatte die Form eines Coupé-Viersitzers, der sich durch die vier Türen von den herkömmlichen Vorstellungen des Coupé-Stylings unterschied. Außer bei dem Kühlergrill, der dem des aktuellen S-TYPE sowie der C- und D-TYPE-Sportwagen der Vergangenheit ähnelt, hat der R-D6 sich von den etablierten Vorstellungen des „Jaguar-Stils“ freigemacht. Er ist kürzer als ein XK6, auch wenn er ein vollwertiger Viersitzer ist, und verwendet sehr große Räder, ganze 21 Zoll im Durchmesser, sowie kurze Überhänge vorn und hinten, um die Muskeln und die Kraft zu betonen.
Beim Interieur wird der etablierte Jaguar-Stil reicher Materialien fortgeführt - feines Leder und hoch poliertes Holz -, um eine angenehme und komfortable Umgebung zu schaffen. Die Materialien und Stile gehören jedoch strikt ins 21. Jahrhundert, entworfen in einer Art, die vom Designdirektor Ian Callum als „über zeitgenössisch hinausgehend“ beschrieben wird. Maschinell bearbeitete Aluminiumarmaturen und -zierleisten zusammen mit schwarzem Leder und schwarz gebeizten Furnieren aus amerikanischem Walnussholz wurden an den Türen, der Armaturentafel und selbst dem Boden verwendet. Die hinteren Türen haben ihre Scharniere hinten wie einige Wagen der 30er Jahre und der Kofferraumdeckel am Heck ist an der Seite mit Scharnieren versehen, auf eine Weise, die ursprünglich am E-TYPE verwendet wurde.
Um das zukunftsorientierte Ethos hinter dem R-D6 zu betonen, besteht die Antriebseinheit aus einem 2,7 Liter V6-Dieselkompressormotor, der Mitte 2003 angekündigt wurde und im Modelljahr 2004 im S-TYPE eingesetzt werden soll. Das Drehmoment des Diesels liegt höher als das des 4,2 Liter V8-Benzinmotors, so dass es nicht überrascht, dass der R-D6 in der Lage ist, in weniger als sechs Sekunden von null auf sechzig Meilen pro Stunde zu beschleunigen. Eine Höchstleistung von 239 PS ermöglicht dem Wagen eine Höchstgeschwindigkeit, die elektronisch auf 155 mph beschränkt ist.
Joe Greenwell zum Chairman und CEO von Jaguar und Land Rover ernannt Später im September gab es weitere Änderungen im Management, als Bob Dover in den Ruhestand ging. Sein Nachfolger als Chairman und CEO von Jaguar und Land Rover war Joe Greenwell, der zwanzig Jahre zuvor in die Firma eingetreten war. Nach seiner Arbeit in führenden Positionen in den Bereichen Verkauf, Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bei Jaguar und Ford kehrte er von seinem Posten als Vizepräsident des globalen Marketing bei Ford in Detroit nach Coventry zurück, wo er seine Laufbahn bei Jaguar begonnen hatte.
2004 Nordamerikanische Internationale Automobilmesse Das erste neue Modell von 2004 war der S-TYPE der dritten Generation, der im Januar bei der nordamerikanischen internationalen Automobilmesse in Detroit vorgestellt wurde. Die neuen, in der aktuellsten Version von Jaguars Mittelklassewagen integrierten Designmodifikationen, die auf die Ende 2001 eingeführten Fahrwerksverbesserungen aufbauen, verleihen ihm einen klareren, geschmeidigeren und muskulöseren Look. Eine neue Motorhaube aus Aluminium statt Stahl macht den Wagen leichter - sowohl insgesamt als auch bezüglich der Gewichtsverteilung zwischen Front und Heck, wobei das geringere Gewicht auf den Vorderrädern das Fahrgleichgewicht verbessert. Neben der neuen Motorhaube verleihen überarbeitete Karosserieteile dem Fahrzeug engere Bauteilpassungen und verbesserte Qualität. Im Innenraum gab es ebenfalls zahlreiche Veränderungen: am auffälligsten war die Einführung von Aluminium als Alternative für Holz bei der Instrumententafel der sportlicheren Modelle. Das sanfte Schimmern des leichtgewichtigen Metalls brachte Erinnerungen an klassische Jaguar-Sportwagen der Vergangenheit zurück.
Die Aufhängung war subtil verändert worden, jedoch war der Einfluss dieser Änderungen bedeutend, da sie das Fahrzeug noch edler und bequemer gestalteten. Das Motorenangebot blieb weitgefächert, von den 2,5 und 3,0 Liter V6-Einheiten ganz aus Aluminium zu der 4,2 Liter V8-Kompressorversion des S-TYPE R, aber eine der wichtigsten Neuheiten war der 2,7 Liter Doppelturbolader V6 Diesel, der im vorherigen Jahr angekündigt worden war und ab Juni erhältlich war. Man war zuversichtlich, dass dies den S-TYPE in den europäischen Märkten noch beliebter machen würde.
Genfer Automobilmesse 2003 Zwei Monate später in Genf stellte Jaguar erneut wichtige Aktualisierungen vor, diesmal bei der XK-Serie. Das XK8 Coupé und Cabriolet waren während ihrer gesamten Lebenszeit kontinuierlich verbessert worden, insbesondere seit 2001, aber das Modelljahr 2004 wurde merkbaren äußeren Veränderungen unterzogen, um dem Wagen ein moderneres Gefühl zu verleihen. Dies nahm die Form einer überarbeiteten Front und eines neu gestalteten Heckabschnitts an, die von neuen Seiteneinstiegen, Felgen und Zierleisten ergänzt wurden. Zusammen mit den umfassenden Verbesserungen der Elektronik, die 2001 eingeführt worden waren, und dem kraftvolleren 4,2 Liter-Motor, der in der Kompressorversion der XKR-Modelle 390 PS liefert, wurde der XK8 durch das neue Design zu neuem Leben im Luxussportwagen-Segment des Marktes erweckt.
2003 New York Automobilmesse Mit dem Frühling in New York brachte die Automobilmesse der Stadt eine weitere Jaguar-Einführung und einen weiteren stilvollen Konzeptwagen. Die Neuheit war eine Version mit langem Radstand der XJ-Limousine mit Aluminiumkarosserie. Die Version mit einem fünf Zoll längeren Radstand gegenüber dem des normalen XJ bietet noch mehr Fußraum für Fondpassagiere und wird im Herbst 2004 im Handel erhältlich sein. Mit nur 24 kg mehr Gewicht als das Modell mit dem standardmäßigen Radstand ist die längere Version immer noch 200 kg leichter als der XJ der vorherigen Generation. Er ist außerdem wesentlich leichter als alle seine Konkurrenten im Segment der Luxuslimousinen mit langem Radstand, obwohl der den längsten Radstand sowie die längste Gesamtlänge in seiner Klasse hat.
Jaguars Concept Eight Um das Potenzial des neuen, erweiterten XJ zu zeigen, entwickelten die Designer in Jaguars Advanced Design Studio den Concept Eight, ein Fahrzeug, das in den Worten des Designdirektors Ian Callum nicht für die Arbeit, sondern für „luxuriöse Unterhaltung an späten Abenden unterwegs“ ist. Der Wagen ist ein Fahrzeug für Genussmenschen, ausgestattet nicht mit Anschlüssen für Laptop-Computer, sondern mit elegant verstauten Waterford Champagnerkristallgläsern. Es gibt keine Leselampen, die für das Kleingedruckte der Finanzblätter geeignet sind, sondern einen einzigartigen, gestreuten Schein roten Lichts, der dem Interieur Atmosphäre verleiht und über ein Glasdach in voller Länge des Wagens in die Nachtluft entweicht. Und da Champagnergläser ohne Champagner nutzlos sind, wurde natürlich ein Flaschenkühler in die Mittelkonsole integriert.
Es ist offensichtlich, dass dieser Wagen für die Insassen entwickelt wurde, insbesondere für die beiden, die die zwei luxuriösen Rücksitze einnehmen. Aber da es ein Jaguar ist, ist es immer noch ein fahrerorientiertes Fahrzeug - mit einem 4,2 Liter Kompressormotor, der eine Höchstgeschwindigkeit von 155 mph erreicht, wenn die Elektronik einschreitet, um den Fahrer daran zu erinnern, dass es selbst in einem Jaguar gewisse Grenzen gibt.
Der Concept Eight, der 82 Jahre nach der ersten Unternehmensgründung des jungen William Lyons eingeführt wurde, ist ein perfektes Beispiel dafür, wie seine Standards weiterhin hochgehalten werden. Elegant, luxuriös, kraftvoll, aufregend zu fahren und ein kleines bisschen frivol - es könnte nur ein Jaguar sein. Sir William wäre zufrieden gewesen.
Bibiana Boerio zum Managing Director von Jaguar ernannt Bibiana „Bibie“ Boerio kehrte im Juli 2004 als Managing Director von Jaguar Cars zu Jaguar zurück, nachdem sie ein Jahr als Direktor für Strategie und Finanzen für die Ford Motor Co. International Operations tätig gewesen war. Zuvor war sie vom Oktober 2000 bis April 2003 als Executive Vice President und Chief Financial Officer für Ford Credit tätig gewesen, wo sie an der Entwicklung, dem Start und der Einführung von Ford Credits Revitalisierungsplan gearbeitet hatte. Von August 1995 bis Oktober 2000 war sie Finanzdirektorin für Jaguar Cars und war verantwortlich dafür, finanzielle Unterstützung und Unternehmensstrategien für die Konstruktion, Entwicklung, Fertigung und den Verkauf von Jaguars Premiumluxusfahrzeugen auf der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen.


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