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Die Jahre 1996 bis 2000
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XK8 Coupe
Daimler Super V8
Seit 1960 ist Jaguar mit Daimler verbunden und war immer stolz darauf, dass die Spitzenmodelle mit der luxuriösesten Ausstattung den Namen "Daimler" tragen. 1996 feierte die Automobilbranche ihren 100. Geburtstag, und mit Begeisterung präsentierte Jaguar ein denkwürdiges Sondermodell, den "Daimler Century", anlässlich des 100jährigen Bestehens der Daimler Motor Company of Coventry: er ältesten britischen Automobilmarke, die die Zeit überdauert hat. Das Modell der limitierten Edition (es wurden nur 100 gebaut) hatte den für Daimler typischen, gewellten Kühlergrill. Der Century, der das Daimler Double Six-Modell mit langem Radstand als Grundlage hatte, war durch verchromte "Turbinen"-Leichtmetallräder, Karosserieseitenformteile aus Chrom und ein "Century"-Emblem in Gold auf Schwarz gekennzeichnet. Das Interieur bot weiches Autolux-Leder, wobei das berühmte D-Ornament von Daimler in jede der Kopfstützen eingewoben war. Ein spezieller "Century"-Schriftzug war auf der Beifahrerseite in die Armaturentafel aus Walnusswurzelholz eingearbeitet, ein Motiv, das durch das in die luxuriösen Fußraumteppiche aus Lammwolle eingelegte Daimler Century-Logo fortgesetzt wurde.

Der letzte XJS rollt vom Band
In dem Jahr rollte am 4. April außerdem der letzte XJS vom Band. Seine Nachfolger, die neuen XK8 Coupe- und Cabriolet-Modelle, machten Anfang des Jahres unter Beifall ihr Debüt bei den Automobilmessen in Genf und New York. Die kraftvollen, fließenden Linien des XK8 erinnern an die großen legendären Jaguar Sportwagen - den XK120, die C-, D- und E-Types und, in der jüngeren Vergangenheit, den XJ220. Der XK8, der auf Jaguars Traditionen aufbaut, bietet eine einzigartige Mischung aus Stil, Luxus, Rafinesse und Kunstfertigkeit, während er im Sportwagenmarkt neue Standards für dynamische Leistung, fortschrittliche Technologie, Qualität und Zuverlässigkeit setzt.

Die neuen XK8 Coupes und Cabriolets
Jaguars Ingenieure entwickelten ein völlig neues Karosseriedesign und ein neues Interieur mit wichtigen Verbesserungen bei Ausstattung und Funktionalität. Fortschritte bei Leistung und Wirtschaftlichkeit im Vergleich zum XJS bieten klassenbeste Leistung und ein perfektes Triebwerk. Durch neue Aufhängungs-, Lenk- und Bremssysteme bestätigt der XK8 in seiner Klasse außerdem Jaguars Ruf für die beste Balance zwischen Fahrgefühl und Fahrverhalten. Hochmoderne Multiplexelektronik unterstützt die umfassende Funktionsspezifikation und bietet Zuverlässigkeit der Weltklasse. Der Entwicklungsprozess für den XK8 machte stark von den besten Praktiken in der Branche Gebrauch, um den neuen Wagen in nur 30 Monaten ab Programmfreigabe zu realisieren.

Im Herzen des XK8 liegt der vollkommen neue AJ-V8 Motor. Der 4,0 Liter, 290 BHP, 32-Ventil, Quad Cam V8, in Whitley konstruiert und entwickelt, setzt neue Standards verfeinerter Kraft für die Jaguar Marke - hohe Leistung, glatte Kraftübertragung und außerordentliche Raffinesse. Der AJ-V8 Motor wird in einer nagelneuen, dedizierten, 125 Millionen Pfund teuren Jaguar-Anlage hergestellt, die sich innerhalb der Ford Motorfabrik in Bridgend, Südwales, befindet. Die Jaguar-Anlage umfasst ein verknüpftes Montageband numerisch computergesteuerter Maschinen mit automatischer Ladung und Montage. Abschließende Motoraufrüstung und Montage in den Wagen werden in Browns Lane vorgenommen. Der AJ-V8, erst der vierte Jaguar-Motor in Serienproduktion in der Geschichte des Unternehmens, wird mit Jaguars erstem Fünfgang-Automatikgetriebe kombiniert, das perfekt zur Leistung und zum Drehmoment des Motors passt.

"Best in Show" beim Genfer Auto-Salon
Die Fahrzeugdynamiksysteme des neuen XK8 sind dazu ausgelegt, das legendäre Jaguar-Fahrerlebnis zu steigern. Das Modell bietet ein neues Bremssystem, elektronisch kontrollierte, variable Übersetzung, zur Geschwindigkeit proportionale Servolenkung und neue Frontaufhängung mit Doppeldreieckslenkern. Die Heckaufhängung ist eine Weiterentwicklung der Aufhängung, die bei der Hochleistungs-Sportlimousine Jaguar XJR verwendet wird. eit seiner Enthüllung bei der Genfer Messe, wo er die Auszeichnung „Best in Show“ gewann, hat der XK8 in der ganzen Welt Auszeichnungen und Beifall für sein Styling, seine Schönheit, Leistung, sein Fahrverhalten und selbst seinen Sexappeal erlangt! Gleichzeitig haben die Strategien, die beim Bau des XK8 Anwendung fanden, zu Auszeichnungen für die an der Produktion des neuen Modells beteiligten Jaguar-Teams geführt. 1996 gewann das Unternehmen bei den Manufacturing Industry Achievement Awards die Auszeichnung "Manufacturer of the Year" und 1997 die "Manufacturing Excellence Awards". Hochmoderne Technologie wurde seit der Einführung des XK in die Nachfolgemodelle integriert und sorgt für einen erheblich verbesserten Fahrkomfort und noch mehr Annehmlichkeiten. Mit dem Modelljahr 2000 kommt bei Jaguars neuer adaptiver Geschwindigkeitsregelung (ACC) Radartechnologie zum Einsatz, mit der ein voreingestellter Abstand zu dem vorausfahrenden Fahrzeug beibehalten wird. Das Navigationssystem von Jaguar auf DVD-Technologie liefert äußerst präzise und praktisch ohne Verzögerung die aktuellen Positionsdaten.

Jaguar feiert 75jähriges
Bestehen 1997 feierte das Unternehmen den 75. Jahrestag seiner Gründung. Die letzte Limousine mit V12-Motor lief im April und die letzte Limousine mit Sechszylinder-Reihenmotor im Juni vom Band. Mitte der 90er Jahre war die Nachfrage nach V12-Modellen sowohl in den USA als auch in Europa gesunken. Die zunehmend leistungsstarke Reihe der AJ-16 Sechszylindermotoren, insbesondere in Kompressorausführung, bot ähnlich gehobene Standards, jedoch bei weitaus wirtschaftlicherem Kraftstoffverbrauch. Die auslaufende Sechszylinder-Limousine, die 1994 eingeführt worden war, war das erste Modell in Jaguars neuer Ära, das die Qualitätsrenaissance des Unternehmens signalisierte.

Jaguars Qualität erlebt eine Renaissance
Die XJ-Serie hatte nie da gewesene Höhen bei der Kundenzufriedenheit erreicht und zog mit den ausgezeichneten Standards der Mitbewerber gleich. Er wurde von der neuen V8 XJ-Serie ersetzt, die auf diesen Erfolg aufbaut und den neuesten Schritt in Jaguars langfristiger Produktstrategie darstellt.

Subtile Verfeinerungen des geschmeidigen und eleganten Limousinen-Exterieurs deuten weit reichende Veränderungen unterhalb der Außenhaut an. Der Jaguar AJ-V8-Aluminiummotor mit 32 Ventilen, der erstmals bei dem XK8 zum Einsatz kam, wurde bei den Limousinen der XJ-Modellreihe in drei Ausführungen angeboten: 3,2- und 4,0-Liter-Saugmotor und eine 4,0-Liter-Ultrahochleistungs-Kompressorversion, alle angepasst an ein Fünfgang-Automatikgetriebe. Über 30 Prozent der Karosseriestruktur sind neu oder modifiziert für verbesserte Qualität, Dauerfestigkeit und strukturelle Leistung. Die Torsionsfestigkeit, ein entscheidender Faktor bei der Verfeinerung des Karosserierohbaus, wurde ebenfalls verbessert und platzierte Jaguar damit unter den Marktführern. Die weicheren Formen der neuen Stoßfänger und der neue Frontgrill ergänzen die Oberflächenform der Blechteile. Alle Außenlampen integrieren die neueste komplexe Oberflächenreflektortechnologie und kombinieren eine 10-prozentige Verbesserung der Scheinwerferleistung mit einem funkelnden, juwelenartigen Aussehen.

Das Interieur der V8 XJ-Serie ist eine zeitgemäße Weiterentwicklung des für Jaguar typischen Stylings, bei dem traditionelle Materialien und gehobenes handwerkliches Können sich direkt mit Hochtechnologie verbinden. Insassenkomfort, Ergonomik und Fußraum wurden verbessert, während die Sicherheit durch neue am Vordersitz angebrachte Seitenairbags und Vorspanner der Vordersitzgurte gesteigert wurde. Die Karosserie wurde außerdem verstärkt, um die neuesten weltweiten Sicherheitsvorschriften zu erfüllen. Die neuen dynamischen Fahrzeugsysteme der neuen V8 XJ-Serie sollen das legendäre Jaguar-Fahrerlebnis noch erhöhen. Wo möglich, wurden die Fahrwerksysteme der XK8-Sportwagen an die Anforderungen der neuen V8-Limousinen angepasst. Zu den weit reichenden Veränderungen gehören eine neue Vorderradaufhängung, das Teves Mk Bremssystem der jüngsten Generation, Stabilitäts- und Traktionskontrolle, geschwindigkeitsproportionale Servolenkung mit variabler Übersetzung, Drive-By-Wire-Drosselklappenmanagement und neu abgestimmte Hinterradaufhängung. Das neue, mittig angeordnete Differential und die zweiteilige Kardanwelle vermindern Geräusche und Vibrationen.

Jaguars adaptive Fahrwerksregelung (CATS), die beim XK8 eingeführt wurde, gehört bei den Limousinen mit Kompressormotor zur Standardausstattung und sorgt für eine einzigartige Kombination aus sportlichem Fahrverhalten und Limousinenkomfort. Alle Modelle sind mit Pirelli-Reifen und Leichtmetallrädern ausgestattet. Das Ergebnis ist eine vollkommen optimierte Fahrzeugdynamik aus Rad-, Reifen- und Aufhängungsmodifikationen, die für jedes einzelne Modell im neuen V8 XJ-Seriensortiment maßgeschneidert sind. Die neue V8 XJ-Serie bietet dieselben fortschrittlichen Prinzipien der Elektronikkonstruktion wie der XK8, um die umfassende Funktionsspezifikation zu unterstützen und Zuverlässigkeit der Weltklasse zu bieten. Das System integriert Multiplexverkabelung, ein Controller Area Network für alle Antriebsstrangfunktionen und ein Standard Corporate Protocol für Karosseriesysteme. Multiplexen ermöglicht es den Elektronikmodulen des Fahrzeugs, schnell miteinander zu kommunizieren und Informationen gemeinsam zu nutzen. Es vermindert außerdem die Anzahl und Länge der Kabel für verbesserte Zuverlässigkeit und Bauteilverstauung. Dieselben Prinzipien, die im Produktentwicklungsverfahren für den XK8 verwendet wurden, kamen zum Einsatz und brachten die Limousinenreihe in nur 28 Monaten ab Programmfreigabe zur Reife. Mindestens 80 Gewichtprozent jedes neuen Jaguars sind wiederverwertbar.

Verpflichtung zum Umweltschutz
Umweltfreundlichkeit ist eine wichtige Priorität für die Ingenieure bei Jaguar und die neuen Limousinen und Sportwagen spiegeln die fortgesetzte Verpflichtung des Unternehmens zu einer umweltverträglichen Strategie wider. Alle Karosserien der XK8- und V8 XJ-Serien werden in Castle Bromwich mit einem Wasserlack lackiert, wodurch die Lösungsmittelemissionen der Basislackschicht um 85 Prozent gesenkt wurden. Ende 1997 erfüllten Jaguars drei Standorte in Browns Lane, Whitley und Castle Bromwich den strengen Qualitätsstandard QS9000. Zudem war Jaguar das erste Vehicle Operations Unternehmen weltweit, das den begehrten FTPM Checkpoint D erreichte - Fords Auszeichnung für Total Productive Maintenance - in Anerkennung für die Befolgung der Philosophie von Null Unfälle, Null Anlagenausfallzeiten, Null Ausschuss und Null Abfall durch das Unternehmen.

Neues Jaguar Daimler Heritage Trust Centre
Passenderweise wurde in dem Jahr, in dem das Unternehmen seinen 75. Jahrestag feierte, die Erweiterung des Jaguar Daimler Heritage Trusts verkündet. Das neue JDHT-Zentrum in Browns Lane wurde im September 1998 offiziell eröffnet und ist der weltweite Sitz des Trusts und seines Museums sowie eine Gedenkstätte des Gründers von Jaguar, Sir William Lyons. Der Trust trägt die Verantwortung dafür, eine einzigartige Sammlung von Fahrzeugen zu erhalten - von dem ältesten noch vorhandenen Daimler des Baujahres 1897 bis zu dem Prototypen des XJ220. Die Sammlung des Museums verfolgt die Geschichte von Jaguar und seiner zugehörigen Marken bis zu den Anfängen der Automobilindustrie in Großbritannien zurück. Viele der Automobile sind ständig zu sehen. Eine Galerie in dem Zentrum zeigt die weltweit größte Kunstsammlung zu Jaguar und dessen Produkten. Es verfügt auch über ein Archiv historischer Firmenunterlagen und eine Fotosammlung mit über 100 000 Negativen und Bildern.

Das XK 180 Konzeptauto bei dem Pariser Automobilsalon 1998
Anlässlich des Pariser Automobilsalons im Oktober 1998 stellte Jaguar eine neue Vision des klassischen Roadster vor. Fünfzig Jahre nach der Einführung des XK-Motors und des XK 120 Sportwagen wurde das Konzeptauto des XK 180 vorgestellt - eine Präsentation der Fähigkeiten und des Könnens der Designer, Kunsthandwerker und Ingenieure von Jaguar. Der Jaguar XK 180, inspiriert von den großen Jaguar Roadstern der 50er und 60er Jahre, war von Hand in den Werkstätten der Special Vehicle Operations (SVO) in Browns Lane gefertigt worden. Auch wenn er nicht als Serienfahrzeug gedacht war, basierte das Konzeptauto auf einer verkürzten Version des XKR Cabriolet mit Kompressormotor. Das Styling der völlig neuen Karosserie, in Handarbeit aus Aluminium gefertigt, verband Einflüsse früherer Jaguars mit einem ganz modernen Stil. Das leistungsstarke AJ-V8-Triebwerk entwickelte nun 450 Pferdestärken und Bremsen, Räder und Aufhängung wurden an die Motorenleistung angepasst.

Keith Helfet stylte unter den Augen des verstorbenen Styling-Direktors Geoff Lawson den XK 180. Helfet hatte den Auftrag, den XK180 zum fünfzigsten Jahrestag der Einführung der XK-Modellreihe zu kreieren und ließ sich von einer Reihe von XK-Triebwerken, insbesondere dem D-Type, beeinflussen. Es entstand ein Wagen, der an die Jaguar Rennwagen vergangener Tage erinnerte, mit einer runden Schnauze, Kopfstützen hinter den Sitzen und der einzigartigen "double-bubble"-Windschutzscheibe. Die Liebe zum Detail im Hinblick auf die mechanischen Daten des Wagens unterstrichen Jaguars Philosophie, dass Konzeptautos nicht nur "statische" Ausstellungsstücke sind, sondern technisch voll ausgereifte Fahrzeuge. Viele der technischen Merkmale des XK 180 waren auf der Straße und auf Teststrecken in einem voll ausgestatteten Entwicklungsprototypen getestet worden.

Debüt des S-TYPE bei der Birmingham International Motor Show
Ebenfalls im Oktober 1998 wurde das seit Jahrzehnten so sehnlichst erwartete neue Modell von Jaguar, die S-TYPE Sportlimousine, erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Der S-TYPE, der im Jaguar Entwicklungszentrum in Whitley entworfen und konzipiert und im Werk Castle Bromwich in Birmingham gefertigt wurde, stand ab März 1999 bei den Händlern. Als völlig neue, günstigere, kompakte und luxuriöse Sportlimousine sollte der S-TYPE die bestehende Jaguar Modellpalette ergänzen und erweitern. Sowohl von der Größe als auch vom Preis her unterhalb der XJ-Serie ansiedelt, verkörpert der S-TYPE gekonnt die Kernwerte, die die Marke ausmachen: charakteristischer Style, raffinierte Leistungskraft, geschmeidige Laufkultur und luxuriöser Komfort. Obwohl sich der S-TYPE durch sein markantes Styling direkt als Nachfolger seiner hoch gelobten Vorgänger zu erkennen gibt, setzt seine hochmoderne Technik neue Standards in puncto Haltbarkeit, Qualität, Zuverlässigkeit, Bequemlichkeit und Fahrspaß.

Der S-TYPE ist mit einem 3-Liter-V6- oder 4-Liter-V8-Triebwerk erhältlich. Der leistungsstarke 3-Liter-V6-Motor, das erste V6-Aggregat des Unternehmens überhaupt, hat mit dem größeren V8-Motor vieles gemeinsam, einschließlich Verbrennungssystem, Kühlung, Zylinderkopf und Ventilsteuerung, und wurde speziell für den S-TYPE entwickelt. Der 4-Liter-V8 ähnelt dem Motor der Jaguar XJ Limousinen und den Triebwerken der XK8 Sportmodelle und wurde für den S-TYPE weiter veredelt. Diese edlen und kraftvollen Motoren verbinden sich mit einem Chassis, das hervorragenden Fahrkomfort und ausgewogenes, agiles Handling in sich vereint. Der S-TYPE besitzt auch eine neues 5-Gang-Schaltgetriebe (3,0 L) und eine 5-Gang-Automatik (3,0 L und 4,0 L) sowie eine neue Einzelradaufhängung mit Doppelquerlenkerachse, die traditionelle Jaguar Perfektion mit dennoch deutlicher Dynamik bietet. Auch finden sich in dem S-TYPE eine Reihe innovativer Technologien, u. a. werden - erstmals bei einem Serienfahrzeug - alle Hauptfunktionen der Audioanlage, des Telefons und der Klimaregelung sprachgesteuert und sorgen so für eine sichere Bedienung, ohne die Hände vom Lenker nehmen zu müssen.
 
Während der gesamten Konzeptions- und Entwicklungsphase setzte Jaguar ein Team hoch qualifizierter Ingenieure aus verschiedenen Bereichen ein, die über internationale Erfahrung in Design und Fertigung verfügten. Das Fingerspitzengefühl und der Einfallsreichtum der Jaguar Ingenieure, die bei dem XK8 Sportwagen und der XJ Serienlimousine mit V8-Motor auf so wirkungsvolle Weise zum Ausdruck kamen, ist auch bei dem S-TYPE spürbar, insbesondere bei dem Triebwerk, der Laufkultur und dem Handling, der Eleganz, dem Styling und dem Ambiente des Innenraums. Darüber hinaus setzten die Jaguar Ingenieure innovative Designmethoden und Simulationstechniken ein, um sämtliche Vorgaben in puncto Funktionalität und Qualität voll und ganz zu erfüllen. Der Ausbau des Werks Castle Bromwich für die Fertigung des S-TYPE war eine der größten innerstädtischen Investionen in Großbritannien in 50 Jahren und das größte industrielle Bauvorhaben in Europa. Für Jaguar steht der S-TYPE für die erste Stufe einer gewaltigen, produktbezogenen Expansion, die die Marke Jaguar für eine neue Generation von Kunden attraktiv macht.

Jaguar wird nach ISO 14001 zertifiziert
Gleichzeitig mit dem Debüt des S-TYPE feierte Jaguar für alle Bereiche die Zertifizierung nach ISO 14001, dem internationalen Standard für Umweltmanagementsysteme. Im gesamten Unternehmen trug das Streben nach ISO 14001 dazu bei, ein Programm fortschrittlicher Maßnahmen zur Verbesserung der Ökobilanz zu implementieren. Das Programm umfasste bestehende Initiativen wie Energie- und Abfallmanagement, Recycling und Produktdesign und führte gleichzeitig zur Entwicklung von Schulungscurricula im Bereich umweltbewusstes Handeln, um die Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters für Umweltschutzbelange in seiner tagtäglichen Arbeit zu untermauern. Eine neue, langfristige Strategie begann Gestalt anzunehmen, die Belangen des Umweltschutzes denselben Stellenwert einräumte wie Qualität und Sicherheit, um die Wettbewerbsfähigkeit am Markt und das Kaufverhalten zu beeinflussen. Jaguar wollte sein Renommé für Qualitätsprodukte durch aktives Handeln im Bereich des Umweltmanagements erhöhen und dabei alle seine Mitarbeiter mit einbeziehen.

Jaguar startet Sponsoring von Naturschutzprojekten
Im Rahmen der Umweltschutzstrategie des Unternehmens verkündete Jaguar im März 1999 sein Engagement als Sponsor eines einzigartigen Naturschutzprojektes des Zoos von Chester im Nordwesten Englands.  Eine Spende von 3 Millionen US-Dollar über einen Zeitraum von drei Jahren sollte den Zoo in die Lage versetzen, ein hochmodernes Gehege mit Regenwald und Zuchtbedingungen für den selten und vom Aussterben bedrohten Jaguar zu schaffen - dem Symbol des Unternehmens seit über 60 Jahren. Nach Planungen des Zoos von Chester, der jedes Jahr mehr als eine Million Besucher und 70 000 Studenten anzieht, soll das Schutzgehege bis 2001 fertig gestellt sein.

Im ganzen Jahr 1999 arbeitete Jaguar weiter hart daran, die Umweltbelastung durch seine Werke zu verringern - in der Überzeugung, dass die weitere weltweite Präsenz im Segment der Luxusautomobile mit seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt und zukünftigen Generationen vereinbar ist. Jaguars Bemühungen wurden im August 1999 gewürdigt, als das Unternehmen bei den Green Apple Awards for Environmental Best Practice mit der National Crystal Trophy ausgezeichnet wurde. Das Unternehmen wurde für seine enormen Anstrengungen gelobt, die die meisten Betriebsbereiche umfasst - von der Lackiererei, über Transport und Logistik bis hin Verpackung und Energierückgewinnung.

Nick Scheele, Chairman und CEO von Jaguar, zum Chairman von Ford Europa ernannt
Im April 1999 wurde Nick Scheele, Chairman und Chief Executive, zum Chairman von Ford Europa berufen. In den sieben Jahren seiner Tätigkeit bei Jaguar hatte er dazu beigetragen, die Leistung des Unternehmens von Grund auf zu ändern. Unter seiner Führung nahm Jaguar wieder seinen rechtmäßigen Platz als eine der Topmarken weltweit im Hinblick auf Markenimage, Produktqualität und Kundenzufriedenheit ein. Zu der gleichen Zeit als der Weggang von Nick Scheele verkündet wurde, wurde bestätigt, dass Dr. Wolfgang Reitzle Group Vice President der neu gegründeten Premier Automotive Group von Ford und Chairman von Jaguar Cars Ltd werden würde. Dr. Reitzle brachte seine weltweite Erfahrung im Bereich der Premiumautomobile und seine Wertschätzung für klassische Marken in die neu gegründete Unternehmensgruppe ein. Mit der Gründung der Premier Automotive Group mit so starken Marken wie Aston Martin, Jaguar, Lincoln und Volvo sollte jedes Unternehmen der Gruppe besonders ausgerichtet werden. Die Hauptziele der Gruppe liegen in der Entwicklung von Strategien, um diese Premiummarken zu stärken und wachsen zu lassen, und dabei gleichzeitig die Vielfalt der Fahrzeuge eines jeden Unternehmens im Hinblick auf Kundenwirkung und kulturelles Erbe zu erhalten. Kurz nach seiner Ernennung setzte Dr. Reitzle Jonathan Browning als neuen Geschäftsführer von Jaguar Cars ein. Gleichzeitig wurde Mike Beasley von Dr. Reitzle zum geschäftsführenden Direktor für die Bereiche Fertigung und Technik berufen.

Jaguar steigt in die Formel 1-Weltmeisterschaft der FIA ein
Im Oktober 1999 gab Jaguar seine Pläne bekannt, in die Formel 1-Weltmeisterschaft der FIA einzusteigen. r. Reitzle verkündete diesen Schritt anlässlich der IAA in Frankfurt. Die Entscheidung für die Formel 1 fiel, nachdem Ford im Juni 1999 das Formel 1-Team von Stewart-Ford gekauft hatte, das in Jaguar Racing umbenannt wurde.

Die lange und bedeutende Geschichte von Jaguar im Motorsport machte das Unternehmen klar zu einem geborenen und logischen Herausforderer in der Formel 1. In einem Zeitraum von 50 Jahren hatte Jaguar Le Mans sieben Mal gewonnen, war mit seinen Sportwagen zwei Mal Weltmeister geworden und hatte die Rallye Monte Carlo sowie unzählige andere Rennen für sich entschieden. Trevor Crisp, Chef-Ingenieur für Antriebstechnik der Jaguar Gruppe, wurde Geschäftsführer von Cosworth Racing und leitet im Unternehmen das Programm zur Entwicklung von Formel 1-Motoren, den Bereich, in dem die Renntriebwerke von Jaguar konzipiert, entwickelt und gebaut werden.

An dem Tag, an dem Jaguar seinen Einstieg in die Formel 1 verkündete, wurde auch bestätigt, dass Eddie Irvine in der Saison 2000 dem Team angehören würde. Irvine kam von Ferrari, wo er 1999 seine erfolgreichste Formel 1-Saison mit Grand-Prix-Siegen in Australien, Österreich und Deutschland und zweiten Plätzen in Monaco und Großbritannien genossen hatte. Jaguar Racing bestätigte ebenfalls, dass Johnny Herbert, der 1999 als Fahrer beim Stewart-Ford-Team gewesen war, in der Saison 2000 Teamkollege von Irvine sein würde. Anlässlich einer Feierstunde in London im Januar 2000 stellte Jaguar Racing seinen neuen Boliden, den Jaguar R1, vor. Der F-TYPE Konzept-Roadster Ebenfalls im Januar 2000 präsentierte Jaguar seinen F-TYPE Konzept-Roadster bei der internationalen Automesse im nordamerikanischen Detroit.

Der F-TYPE Konzept-Roadster
Ebenfalls im Januar 2000 präsentierte Jaguar seinen F-TYPE Konzept-Roadster bei der internationalen Automesse im nordamerikanischen Detroit. Inspiriert von dem XK 180 hatten sich die Jaguar Designer daran gemacht, den idealen und kompakten Jaguar Roadster zu kreieren, der Erinnerungen an den legendären E-TYPE wach werden ließ. Das F-TYPE Konzeptauto zählt zu den kompaktesten Jaguar Sportwagen seit mehr als 40 Jahren. Die Arbeit am Design des Wagens begann unter der Leitung des verstorbenen Geoff Lawson, Styling-Direktor von Jaguar, der im Juni 1999 ums Leben gekommen war. Das Projekt wurde unter der Ägide des neuen Design-Chefs, Ian Cullum, für den das F-TYPE Konzeptauto eine Hommage an Geoff Lawson ist, abgeschlossen.

Jaguar kündigt Pläne für eine kleinere Limousine an
Im Februar 1998 hatte Jaguar seine Pläne für eine neue, kleinere Limousine bekannt gegeben, die im Premiumsegment der C/D-Klasse sich dem Wettbewerb stellen soll. Dieses neue Modell mit dem Codenamen X400 sollte in dem späteren, voll funktionsfähigen Jaguar Werk Halewood, Merseyside gefertigt werden und wurde in 2001 als X-TYPE am Markt eingeführt. Zum Zeitpunkt der Einführung des Wagens hatte sich Jaguar von einem Unternehmen mit nur zwei Modellreihen und einem Absatzvolumen von 50 000 Fahrzeugen im Jahr 1998 zu einem Automobilhersteller im Premiumsegment entwickelt - mit einem umfassenden Angebot und vier Modellreihen.


Umbau des Ford-Werks Halewood zur Unterstützung der X-TYPE-Fertigung
Das Werk Halewood wurde 1962 errichtet, und im Juni 2000 lief dort der letzte Ford Escort vom Band. Das Werk wurde vollständig umgebaut, und es entstanden neue Fertigungseinrichtungen für die Produktion des X-TYPE. Im Oktober 1999 übernahm Jaguar das Werk in eigener Regie. In Vorbereitung des neuen Modells zog ein mit dem Umbau betrautes Team von Jaguar in das Werk ein und begann damit, die bestehenden Fertigungsverfahren an Jaguars Qualitätsanforderungen anpassen und die Mitarbeiter entsprechend zu qualifizieren. Kompetenzzentren wurden unternehmensübergreifend in Schlüsselbereichen geschaffen, um die auf Qualität gerichteten Prinzipien des Unternehmens sowie schlankere Fertigungstechniken, die für die Herstellung des neuen Wagens notwendig waren, umzusetzen. Die Mitarbeiter in der Fertigung wurden in kleineren, autonomeren Arbeitsgruppen zusammengefasst und ermutigt, ihre eigenen Vorstellungen zur Verbesserung ihrer Arbeitsweise einfließen zu lassen. Die Mitarbeiter wurden ebenfalls intensiv in den neuen "Werten von Halewood" geschult, um so ihren Beitrag zu einem produktiveren Arbeitsumfeld zu leisten, in dem eines der weltweit besten Luxusautomobile gefertigt werden konnte.

Ausblick in das neue Jahrtausend
Jaguar begann das neue Jahrtausend mit Rekordumsätzen und -produktionszahlen und mit der breitesten Palette an Produkten in seiner Geschichte. In der 90er Jahren wurde das gesamte Unternehmen drastisch umgebaut. Mit einem international starken Markenimage und aufregenden Plänen für die Zukunft ist Jaguar heute einer der überragenden Hersteller von Premiumfahrzeugen in der Welt.