Rocketsports Racing

LONG BEACH, Kalifornien (17. April 2009) – Neues Team, neuer Look, neuer Wagen, neue Marke ... all das wurde heute bei einer Pressekonferenz im Rahmen des Toyota Grand Prix von Long Beach vorgestellt. Rocketsports Racing, Inc. (RSR) wurde gegründet, um den Jaguar XKR für die Kategorie GT2 der ALMS und das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zu bauen und ihn dann in diesen Wettkämpfen antreten zu lassen.

Rocketsports Racing gab offiziell ein GT2-Programm für die American Le Mans Series bekannt, bei dem sich das Team aus East Lansing, Michigan, wieder mit der Marke Jaguar zusammentut, um mit einem Jaguar XKR 2009 für eine Teilsaison und 2010 für die ganze Saison in der Meisterschaft anzutreten.

„Es war schwer, fast ein ganzes Jahr bei keinen Rennen mitzumachen“, erklärt RSR-Teameigentümer Paul Gentilozzi. „Wir sind in der glücklichen Lage, wieder das zu machen, worin wir Erfahrung haben: Siege bei Sportwagen-Meisterschaften einzufahren. Insbesondere Siege im Jaguar.  Und wir waren nicht untätig. Wir haben uns auf die Technik und Konstruktion des Jaguar XKR konzentriert. Es war ein großer Vorteil, Zeit zu haben – ein Luxus, den wir uns normalerweise nicht leisten können. Wir glauben, dass wir durch unsere Arbeit mit der ALMS und dem ACO einen Wagen haben werden, der erstens auf der Rennstrecke konkurrenzfähig ist, zweitens die Renntradition von Jaguar verkörpert und drittens für Kunden in der GT2-Serie weltweit finanzierbar ist.“

RSR tritt mit Jaguar als Technik- und Marketingpartner bei der ALMS an. Jaguar ist dem Team während des Zulassungs- und Konstruktionsprozesses mit wichtiger technischer Hilfe, Informationen und Unterstützung zur Seite gestanden. Die Konstruktion des Jaguar XKR im RSR-Werk ist nahezu abgeschlossen.  Parallel dazu läuft außerdem ein Motorentwicklungsprozess für den neuen 5-Liter-Saugmotor AJ-133 mit Direkteinspritzung. Das Unternehmens plant, im Juni mit Tests und Entwicklung zu beginnen und Mitte des Sommers bei der ALMS anzutreten. RSR wird dieses Jahr mindestens drei XKR bauen und 2010 auch Fahrzeuge für Kunden zur Verfügung haben.

„Die Teilnahme von Rocketsports Racing und dem Jaguar XKR spricht Bände über den Status der American Le Mans Series“, sagt Scott Atherton, Präsident und CEO der weltweit führenden Sportwagenserie. „Die Serie gewinnt nicht nur eine weitere prestigeträchtige Automobilmarke zur Ergänzung der ohnehin beeindruckenden Liste der Konstrukteure. Die Tatsache, dass dies während einer schwierigen Zeit für unsere Branche geschieht, macht die Bekanntgabe besonders bedeutsam. Paul Gentilozzi ist eine der erfahrensten und qualifiziertesten Persönlichkeiten im Motorsport. Seine Entscheidung, mit Rocketsports und der Marke Jaguar zu diesem Zeitpunkt an der American Le Mans Series teilzunehmen, ist die beste Bestätigung, die wir uns wünschen könnten.

Wenn ich mir die letzten Jahrzehnte ansehe, glaube ich, dass Jaguar seine Sternstunden im Motorsport bei Sportwagenrennen hatte.  Das Timing für die Rückkehr der Marke in diesen Sport könnte nicht besser sein. Jaguar kann seine Technologien einführen, entwickeln und präsentieren und die DNA seines Rennwagens direkt mit dem XKR im Autohaus verknüpfen – und zwar auf eine Art und Weise, wie sie keine andere Form des Motorsports bieten kann. Wir sind sehr stolz darauf, Paul Gentilozzi, Rocketsports und die Marke Jaguar als neueste Akteure in der American Le Mans Series begrüßen zu können, und freuen uns darauf, sie in sehr naher Zukunft auf der Rennstrecke zu sehen.“

Der Rennwagen XKR basiert auf dem erfolgreichen Aluminiumchassis des Jaguar XKR. Die von Jaguar entwickelte Struktur, in der gestanzte, geschmiedete und extrudierten Teile kombiniert und mit speziellen Nieten und hochfesten Klebstoffen befestigt sind, bietet eine ausgezeichnete Plattform für den Bau eines Rennwagens, mit dem sich Meisterschaften gewinnen lassen. Diese Struktur wird durch einen Überrollkäfig aus Stahl und Verstärkungselemente für mehr Sicherheit und Steifheit ergänzt, um den Herausforderungen der anspruchsvollen Strecken und des harten Wettkampfs in der ALMS gerecht zu werden. Der Aluminiummotor AJ-133, der gemäß ACO durch Drosselblenden atmet, wird so abgestimmt, dass er die harten 24 Stunden von Le Mans aushält und den Jaguar XKR auf der Fahrt durch die historischen Hügel der Road Atlanta beim Petit Le Mans antreibt. Die Karbonfaser-Karosserie optimiert den Luftstrom gemäß ACO-Regeln, während sie gleichzeitig den Designgedanken des schönen XKR als Serienfahrzeug bewahrt.

Frühere Rennteilnahmen von Rocketsports, Inc. in der International Motor Sports Association (IMSA) führten zu 17 Siegen, darunter auch ein erster Platz in der GTS-Klasse beim 12-Stunden-Rennen von Sebring 1992. 1992 war Paul Gentilozzi mit einem Oldsmobile Cutlass Zweiter bei der Fahrermeisterschaft in der GTS-Klasse gewesen, das Team gewann die GTO-Fahrermeisterschaft sowie den Konstrukteurstitel (Oldsmobile). 1993 sicherte sich Rocketsports den GTS-Konstrukteurstitel (Oldsmobile).  Eine Zusammenarbeit mit Cunningham/Nissan führte 1994 zu einem Gesamtsieg im 24-Stunden-Rennen von Daytona.

RSR und Jaguar sind zwar Neulinge in der ALMS-Serie, haben aber jeweils eine bewegte Geschichte in der Motorsportbranche hinter sich, wo sie durch Spitzenleistungen glänzten.  Dasselbe kann man über ihre Beziehung zueinander sagen. Gentilozzi sorgte für eine erneute Teilnahme von Jaguar in der Trans-Am-Serie. Rocketsports schickte 66 Wagen an den Start. Dabei wurden 31 Teamsiege eingefahren und vier Titel in den Kategorien Chassis/Kundenautos errungen.  In der Zeit von 2000 bis 2006 war das Team mit Paul Gentilozzi, Scott Pruett und Klaus Graff in fünf Konstrukteurs- und fünf Fahrermeisterschaften erfolgreich. Rocketsports erreichte 2002 außerdem eine Poleposition und einen Sieg (GTS-Klasse) in einem Jaguar XKR bei dem berühmten 24-Stunden-Rennen von Daytona.

Die Beziehung zwischen Rocketsports und Jaguar ist auch außerhalb der Rennstrecke bedeutsam. Von 2002 bis 2004 baute Rocketsports, Inc. zwei Konzeptfahrzeuge, einschließlich eines rasanteren X-Type und der leistungsfähigsten Straßenversion eines Jaguar Cabrios aller Zeiten – des XK-RS mit 550 PS. Im November 2008 führte RSR geheime Geschwindigkeitsversuche durch und testete den 2010er Jaguar XFR auf den legendären Bonneville Salt Flats in Utah. Der XFR erreichte eine beeindruckende Höchstgeschwindigkeit von 363,111 km/h – der schnellste Serien-Jaguar aller Zeiten.  Im Zug der Arbeit an Jaguar-Serienfahrzeugen entwickelt RSR auch leistungsstarke Aftermarket-Bauteile für den XKR und den neu vorgestellten XFR.

Um diese Bekanntgabe zu untermauern, hat Rocketsports Racing, Inc. einen innovativen Look für das neue Programm und den Rennwagen des Teams eingeführt. Der Name Rocketsports Racing, Inc. wird durch die Abkürzung RSR repräsentiert, unterstrichen von einem neuen Logo, das bei der heutigen Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Bekanntgaben zum Fahrer und zu kommerziellen Partnern werden zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Weitere Informationen zur American Le Mans Series finden Sie unter  www.americanlemans.com.

ÜBER ROCKETSPORTS, INC. und ROCKETSPORTS RACING, INC. (RSR)
Rocketsports, Inc. wurde 1985 gegründet. Der Name Rocketsports steht schon seit Langem für die verschiedensten Siege in Trans-Am-, IMSA GTO- und GTS-Wettkämpfen, die der Teameigentümer und fünfmalige Sieger der Trans-Am-Serie, Paul Gentilozzi, zu verzeichnen hat.  Rocketsports hat sich außerdem durch die Teilnahme an der Champ Car World Series eine bedeutende Präsenz in der Formelwagen-Szene aufgebaut. 2009 wurde Rocketsports Racing, Inc. (RSR) gegründet, um den Jaguar XKR für die Kategorie GT2 der ALMS und das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zu bauen und ihn dann in diesen Wettkämpfen antreten zu lassen.