IMAGINATION, INNOVATION, INTELLIGENZ

New XJ Skeleton - Structure

Die hochmoderne Aluminiumbauweise verleiht dem neuen XJ hervorragende Leistungswerte, mehr Fahrdynamik, präzises Handling – und sehr gute Verbrauchs- und Emissionswerte.

  • „Wir setzen nicht auf Aluminium, weil es neu oder anders wäre“, erklärt Mark White, Jaguar Cheftechniker für Karosseriebau, „sondern weil es erhebliche Vorteile für Fahrer und Insassen mit sich bringt. Im Prinzip könnte es dem Kunden egal sein, aus welchem Material sein Auto besteht. Was vor allem zählt, sind Fahrverhalten und Handling des Fahrzeugs. Und hier bietet Aluminium echte Vorteile.“
    White und sein Team haben viel über die Aluminiumbauweise gelernt, seit der wegweisende XJ-Vorgänger in 2003 und der Jaguar XK in 2006 mit einer Aluminiumkarosserie präsentiert wurden. Große Fortschritte in der computergestützten Konstruktion, die Einführung intelligenter neuer Technologien und die Eröffnung des Virtual Reality Centers bei Jaguar, in dem Designer interaktiv an einem lebensgroßen Modell arbeiten können, trieben die Entwicklung des Jaguar XJ mit hohem Tempo voran.

    Eine herausragende Technik-Innovation stellt auch die Reduktion der Anzahl der Karosseriekomponenten dar. So bestehen die Türen des neuen XJ zum Beispiel nicht mehr aus drei, sondern nur aus einem Aluminiumteil, das dadurch leichter und fester ist. Jaguar setzt zudem auf eine neue Verbundtechnik: Hochfestes Aluminium wird zwischen dünneren Aluminiumlagen eingebettet. Das erlaubt eine Reduzierung der Materialstärke um 10 Prozent: eine weitere Gewichtsersparnis bei höherer Festigkeit. Darüber hinaus werden 50 Prozent der neuen XJ-Karosserie aus recyceltem Aluminium hergestellt, was in der Produktion für erhebliche Energieeinsparungen und niedrigere Emissionen sorgt. Zur weiteren Gewichtseinsparung werden andere Leichtmetalle wie Magnesium verwendet, zum Beispiel in der

    Frontpartie des neuen Jaguar XJ. Die Vollaluminium-Karosseriekonstruktion des neuen Jaguar XJ ist ein Meisterwerk innovativer Ingenieurskunst. Die gezogenen, gepressten und gegossenen Aluminiumkomponenten werden unter Verwendung von Techniken aus der Luft- und Raumfahrtindustrie von 88 Robotern genietet und verklebt.

    Die so entstehende Karosseriestruktur ist nicht nur extrem stabil und verwindungssteif, sondern auch außergewöhnlich leicht. Ihr Gewicht beträgt 150 Kilogramm weniger als das einer Stahlkarosserie in diesem Fahrzeug-Segment. Und weniger Gewicht bedeutet weniger bewegte Masse und somit weniger Verbrauch und geringere Emissionen. Weniger Gewicht macht es natürlich auch den hervorragenden Motoren des neuen Jaguar XJ leichter, ihre Leistungswerte bei moderatem Verbrauch zu entfalten.

  • Die neuen 5.0-Liter AJ-V8-Benzin- und 3.0-Liter AJ-V6-Dieseltriebwerke sind die effizientesten und stärksten Motoren, die Jaguar je gebaut hat. Die AJ-V8-Motoren stehen in zwei Varianten zur Verfügung. Sie arbeiten mit Direkteinspritzung und einer variablen Ventilsteuerung, bei der die Nockenwellenverstellung in Abhängigkeit vom Motordrehmoment (und nicht vom Öldruck) erfolgt. Das spart Energie und senkt den Kraftstoffverbrauch.

    Angeführt wird die Riege vom 5.0-Liter-Motor mit Kompressor-Aufladung, der bullige 510 PS leistet und nur im XJ Supersport zum Einsatz kommt. Der V8 katapultiert das Flaggschiff mühelos in nur 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Auch die V8-Saugversion mit beeindruckenden 385 PS zeigt mit einer Beschleunigung von 5,5 Sekunden und einem Durchschnittsverbrauch von 11,4 Liter auf 100 km hervorragende Werte.

    Der V6 Twin-Turbo Diesel gehört zur dritten Generation der Jaguar AJ-V6-Motorenfamilie. Aus 3,0 Litern Hubraum schöpft der neue Dieselmotor dank sequentieller Biturbo-Aufladung 202 kW/275 PS, 33 Prozent mehr Leistung als sein Vorgänger und mit gewaltigen 600 Nm 38 Prozent mehr Drehmoment. Diese Werte heben den Fahrgenuss am Steuer des XJ auf ein sportliches Niveau. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt dem Selbstzünder in 6,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch abgeregelt und liegt bei 250 km/h. Dabei geht der neue Dieselmotor kompromisslos und zugleich sparsam zu Werke. Der Durchschnittsverbrauch im kombinierten Zyklus liegt bei 7,0 Litern auf 100 km. Bei den CO2-Emissionen ist der Dieselmotor mit nur 184 g/km Klassenbester – eine Reduktion um zwölf Prozent gegenüber seinem ohnehin emissionsarmen Vorgänger.

    „Was den neuen Dieselmotor auszeichnet, ist sein blitzartiges Ansprechen bei niedrigen Drehzahlen – sehr wichtig, beim Einfädeln in den fließenden Verkehr oder beim Überholen“, erklärt Malcolm Sandford, Chefingenieur Jaguar Motorenbau. Ein wesentlicher Grund hierfür ist das einzigartige, sequenzielle Doppelturboladersystem, das erstmals in einem V-Motor verbaut wurde. Dabei erledigt der größere Primärturbolader mit seiner variablen Geometrie im Alltagsbetrieb nahezu alle Arbeit. Dahinter sitzt ein kleinerer Sekundärturbolader mit fester Geometrie, der nur auf seinen Einsatz wartet. Erst wenn die Motordrehzahl über 2.800 U/min ansteigt, wird der Sekundärlader in nur 300 Millisekunden zugeschaltet. Ohne Turboloch und ohne Leistungssprung. Der Übergang ist sanft und nahtlos.

    Diesel- und Ottomotoren übertragen ihre Kraft über ein vollständig adaptives, elektronisch gesteuertes ZF-Sechsgangautomatikgetriebe, das seinesgleichen sucht. Schneller und kultivierter lässt sich ein Fahrzeug nicht schalten. „Der neue XJ setzt in vielen Belangen neue Maßstäbe in der Klasse der Luxuslimousinen“, ergänzt Malcolm Sandford.

  • KLEINE GESCHICHTE DES ALUMINIUMS

    Vor 150 Jahren war Aluminium wertvoller als Gold, weil es anfängliche Abbauprobleme gab.

    Mit der Aluminiumkarosserie des Sportwagens XK 120 verwendete Jaguar 1948 als einer der ersten Hersteller das leichtgewichtige Metall.

    Der XJ 2003 war das erste Großserienfahrzeug mit einer selbsttragenden Aluminiumkarosserie.

    Aufgrund seiner hohen Robustheit wurde diese Karosserie auch beim neuen XK-Sportwagen eingesetzt. Es gibt keine Qualitätsunterschiede zwischen neuem und recyceltem Aluminium.

    Das Aluminium eines XJ lässt sich zu 100 Prozent recyceln.

    Eine Aluminiumkugel mit einem Durchmesser von 10 cm wiegt 1,4 kg – eine Stahlkugel 4,1 kg.

    BESTE VERBRAUCHSWERTE SEINER KLASSE
    BESTE EMISSIONSWERTE SEINER KLASSE

    „Was für den Jaguar Fahrer zählt, sind Fahrverhalten und Handling. Und hier bietet Aluminium echte Vorteile.“
    MARK WHITE, Jaguar Cheftechniker für Karosserierbau

    SMARTE SICHERHEIT
    Der neue Jaguar XJ wurde von Anfang an auf höchste Sicherheit hin entwickelt. Das liegt unter anderem an der Karosseriebauweise unter Verwendung von Techniken aus der Luft- und Raumfahrtindustrie.

    Ausgangspunkt ist das leichte und verwindungssteife Aluminiumchassis. „Das geringe Gewicht des Aluminiums und die Robustheit, die wir durch Nieten und Verkleben erzielen, sind entscheidend“, erklärt Mark White, Jaguar Cheftechniker für Karosseriebau. „Da die XJ-Karosserie leichter ist als eine vergleichbare Stahlstruktur, überträgt sie bei einem Aufprall weniger kinetische Energie und verringert dadurch die Kräfte, die ein Fahrzeug im Falle eines Unfalls absorbieren muss.“

    Die Sicherheitsausstattung wird durch intelligente, aktive Technologien ergänzt, wie die Adaptive Geschwindigkeitsregelung (Active Cruise Control). Sie hält den Jaguar automatisch auf einer voreingestellten sicheren Distanz zum vorausfahrenden Auto und bremst automatisch ab, wenn sich der Abstand verringert. Ergänzt wird die Adaptive Geschwindigkeitsregelung durch den verbesserten Bremsassistent. Der Brems-Assistent berechnet Entfernung und Geschwindigkeit eines entgegenkommenden Fahrzeugs und leitet bei Kollisionsgefahr eine Frühbremsung ein, um einen Aufprall zu mindern.

    Beim neuen XJ hat Jaguar zudem ein fortschrittliches Rückhaltesystem eingeführt, das auf Veränderungen der Fahrbedingungen reagiert. Bei scharfen Bremsmanövern straffen Elektromotoren die vorderen Sicherheitsgurte und halten die Insassen noch enger in den Sitzen. Bei nachlassender Geschwindigkeit werden die Gurte wieder gelockert.

    Auf Wunsch lässt sich der neue XJ mit einem Toter-Winkel-Warnsystem (Blind Spot Monitor) ausstatten. Die optionale Überwachung des toten Winkels arbeitet im Gegensatz zu anderen Systemen nicht mit Mini-Kameras sondern mit Radar. Befindet sich ein anderer Verkehrsteilnehmer im toten Winkel, erscheint im rechten oder linken Außenspiegel ein Warnsignal in Form eines Piktogramms.

    Der XJ ist sowohl mit modernsten Airbags für den Insassenschutz, als auch mit einem Fußgänger-Schutzsystem ausgestattet. Die bereits beim XK und beim XF zum Einsatz gelangte „aktive“ Motorhaube ist auch beim XJ installiert. Wenn die Sensoren des Schutzsystems einen Fußgängerkontakt erkennen, wird die Motorhaube pyrotechnisch angehoben um ein „Kissen“ zwischen der Außenhaut und harten Motorteilen zu erzeugen. Damit wird das Verletzungs-Risiko wesentlich verringert.

    „Durch die Aluminiumbauweise ist die kinetische Energie des Jaguar XJ bei einer Kollision geringer als bei einer Stahlkarosserie.“
    MARK WHITE, Jaguar Cheftechniker für Karosseriebau

    GRÜNES DENKEN
    Der Anteil des Recycling-Materials für die leichtgewichtige Karosserie des neuen XJ entspricht 12.000 Aluminium-Getränkedosen. Das ist genau die Menge recyceltes Aluminium, die in der einzigartigen Aluminium-Konstruktion verarbeitet wurde. „Das entspricht der Hälfte des Gewichts der Karosserie und bedeutet eine Einsparung von 3,3 Tonnen CO2 bei der Herstellung jedes neuen XJ im Vergleich zu einem Fahrzeug, für das 100 Prozent neues Aluminium verwendet wird“, erklärt Martin Brown, Manager Umwelttechnologie bei Jaguar.

    Die Aluminiumbauweise des XJ ist ein Resultat umweltbewussten Denkens bei Jaguar. Dieses Denken führt zur Verwendung von neuen, leichtgewichtigen Werkstoffen, zur Herstellung effizienter Motoren mit einem hohem Wirkungsgrad und geringerem CO2-Ausstoß, sowie zur Optimierung der Produktion, um bei der Fahrzeugherstellung den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten. Vor zehn Jahren hat Jaguar eine Strategie zum Bau effizienter Fahrzeuge auf der Basis einer leichtgewichtigen Aluminiumkarosserie entwickelt. Die aus der Raum- und Luftfahrttechnik übernommenen Technologien ermöglichen die Fertigung einer leichten und robusten Karosserie, die deutlich weniger wiegt als eine Stahlkonstruktion. Mit dieser Karosserie wurden bereits 2003 die XJ-Limousine und vor drei Jahren der komplett neue Sportwagen XK ausgerüstet.

    „Dieser Ansatz berücksichtigt jede Phase im Leben eines XJ – von der Konstruktion über die Fertigung und den Fahrbetrieb bis zur Wiederverwertung“, erklärt Brown.

    Mit der „zweiten Generation“ der Aluminiumkarosserie repräsentiert der neue XJ die konsequente Weiterführung von Jaguars Umweltdenken. Umfangreiche Forschung und Entwicklung haben zu einer Optimierung der Aluminiumstruktur geführt. Hochfeste Aluminiumkomponenten in wichtigen Bereichen – beispielsweise der Dachstruktur – und Verstrebungen aus Magnesium tragen ebenfalls zur einmaligen Kombination aus extremer Leichtigkeit, Verwindungssteifigkeit und Stärke bei.

    Die Verwendung von recyceltem Aluminium führt zu einer deutlichen Senkung des Energieverbrauchs. „Das Recycling von Aluminium verbraucht nur fünf Prozent der Energie, die zur Herstellung neuer Aluminiumkomponenten erforderlich ist“, weiß Martin Brown.

    Die Nachhaltigkeit erstreckt sich auch auf die Jaguar Werke, die dank verbesserter Verfahren den Energieverbrauch bei der Herstellung des neuen XJ deutlich senken konnten. Der neue XJ wird schneller gebaut als sein Vorgänger. Einige Karosseriebleche – zum Beispiel die vorderen und hinteren Kotflügel – benötigen weniger Pressvorgänge. Auch die Energieeinsparungen, die durch Nieten und Verkleben entstehen, sind beachtlich. In der XJ-Karosseriewerkstatt des Werks Castle Bromwich gibt es beim Zusammenfügen der Bleche keine funkensprühenden Schweißvorgänge mehr. Stattdessen geht es dort sauber und leise zu, wenn die Nieten in die Aluminiumkomponenten der Karosseriestruktur gestanzt werden.

    Neben der Aluminiumkarosserie des XJ stellen die neuen Jaguar AJ-V8-Benzin- und AJ-V6-Dieselmotoren einen großen Fortschritt im Umweltbereich dar. Der neue 3.0-Liter-Dieselmotor erfüllt bereits heute die Euro-5-Abgasnorm, die 2011 in Kraft treten soll. Die neu entwickelte Direkteinspritzung verhilft dem 5.0-Liter-V8-Benzintriebwerk zu deutlichen Effizienzsteigerungen und zur Erfüllung der Euro-5-Norm sowie der amerikanischen ULEV2-Abgasvorschriften.

    Am Ende seiner Nutzungsdauer ist das Fahrzeug dank der innovativen Konstruktionsweise zu 85 Prozent wieder verwertbar. Denn die Jaguar Philosophie ist großartige Autos zu bauen, die Komfort, Kultiviertheit und Agilität bieten und umweltschonend gefahren werden können.