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Jaguar sound - audiomotive

Vom satten Plopp des Kofferraumdeckels bis zum Schnurren des Motors, jedes Geräusch eines XF ist „maßgeschneidert“.

  • XFR - Ultimate Black

    Wie klingt eigentlich ein Jaguar? Brüllt er? Oder knurrt er? Schnurrt er gar? Gemeint ist dabei gar nicht der Jaguar mit vier Rädern, sondern sein vierbeiniges Vorbild.

    Diese Gedanken machten sich die Jaguar Innendesigner bei der Entwicklung des neuen XF. Gerade hatten sie die neue „Handshake-Sequenz“ entwickelt. Dabei lässt ein Druck auf den pulsierenden Startknopf die Lüftungsklappen in Arbeitsposition drehen und den zylindrischen Jaguar Drive Selector aus der Mittelkonsole herausfahren.
    „Diesen optischen Leckerbissen wollten wir mit einem akustischen Gag verbinden“, erklärt Wayne Burgess, Senior Manager, Jaguar Design.

    Dazu wollten die Ingenieure von Jaguar die 440 Watt starke Surround-Sound-Stereoanlage von Bowers & Wilkins in die Startsequenz einbinden. So sollte nach der Rotation der Lüftungsklappen und dem Hochfahren des Steuerknaufs das digitale Bild eines Jaguars auf dem Touchscreen erscheinen, sich dem Wageninneren zuwenden und über die Lautsprecher das „Knurren“ eines Jaguars vernehmen lassen.

    „Wir hielten das für eine gute Idee. Wir haben uns die Tonaufnahme eines Jaguars besorgt und sie von unseren Technikern in die Startsequenz einbauen lassen. Dann haben wir sie abgespielt und uns beinahe zu Tode erschrocken. Der Klang war so gut, dass der Eindruck entstand auf der Rückbank brüllte ein echter Jaguar. Es war einfach zu realistisch und viel zu Angst einflößend“, erklärt er.

  • Auch wenn dieses Vorhaben aufgegeben wurde, arbeiten 80 Sound-Ingenieure an unterschiedlichsten Methoden, um jeden neuen Jaguar schnurren, knurren und brüllen zu lassen. Das harte, kehlige Aufbrüllen eines aufgeladenen XKR, während die Drehzahlnadel über die Anzeige jagt? Kein Zufall. Auch das elegante Knurren des V8 im XF 4.2 Liter nicht. Oder das leise Schnurren eines XJ 2.7 Liter-Turbodiesel. „Unser Ziel bei der Entwicklung eines neuen Jaguar ist immer eine Dualität“, erklärt Garry Dunne, Technischer Leiter für Geräusche, Vibrationen und Schallqualität. „Schließlich sollen unsere Fahrzeuge bei langsamer Fahrt ein weiches, sanftes Knurren von sich geben und beim Gasgeben einen zupackenden, spannenden Klang entfalten.“

    Diese Dualität, so Dunne, unterscheide Jaguar von anderen Herstellern. Die meisten Rivalen des XK seien entweder immer „präsent“, klängen laut und aggressiv, sobald man den Schlüssel umdrehe. Andere hingegen seien viel zu sanftmütig und charakterlos für einen zweisitzigen GT.

    Dunne beaufsichtigt die drei „Sound-Studios“ von Jaguar. Hier werden für jedes Modell akustische Signaturen kreiert und Lärm, Vibrationen und Rauhigkeiten ausgemerzt. Die riesigen Kammern sind kalkweiß und mit Schall schluckenden Schaumstoffkeilen an Decken und Wänden ausgestattet. Auf dem Boden befindet sich eine rollende Fahrbahn, auf der ein Auto festgezurrt und auf 280 km/h beschleunigt werden kann, ohne sich einen einzigen Zentimeter zu bewegen. Hier treffen wir auf Bart und Homer, Jason und Lisa – vier von zwölf „Akustikköpfen“, mit denen die Techniker alle Geräusche messen, die menschliche Insassen im Wagen hören würden. „Wir haben ihnen Namen gegeben, weil sie für unsere Arbeit enorm wichtig sind”, meint Dunne. Jeder dieser Köpfe ist mit Mikrofonen in den Ohrkanälen ausgestattet und kann den Schall so hören wie ein menschliches Ohr. Mit dem Unterschied, dass wir den Sound im Computer aufzeichnen und digital auswerten.“

    Mit diesen Computern können Dunnes Leute den Klang eines Autos in seine Bestandteile „zerlegen“. So lässt sich analysieren, welche Teile vom Ansaugsystem, vom Auspuff, der Motoraufhängung oder der Fahrbahnoberfläche stammen. Ermitteln die Schallingenieure zu viele unerwünschte Klänge beispielsweise vom Ansaugsystem, können sie eine Veränderung des betreffenden Systems anstoßen. „Das ist so ähnlich wie das Stimmen eines Instruments mit zahlreichen Saiten. Die Ingenieure müssen jedes Problem bestimmen und verschiedene Tuning- und Engineering-Lösungen ausprobieren, um den richtigen Sound-Charakter zu entwickeln.“

    Was ist denn der richtige Sound-Charakter für einen Jaguar? Mick Mohan, Jaguar Programmdirektor und seinerzeit Chef-Ingenieur für die Entwicklung des XF, sagt, die Entscheidung werde gleich zu Beginn des Entwicklungsprozesses getroffen. Bei einem Auto wie dem neuen XF hieß das, den Charakter als Sportlimousine zu verbessern – verglichen mit seinem Vorgänger, dem S-TYPE. Dazu sollte der Wagen bei hohen Drehzahlen einen sportlich härteren Tonfall bekommen, ohne den extrem eleganten Klang bei niedrigem Tempo zu opfern. „Gleich zu Beginn beschlossen wir für den XF Diesel den Einbau einer zweiten Spritzwand zwischen Motorraum und Interieur, um eine in dieser Klasse einmalige Dieseleleganz zu erzielen. Das hat so gut funktioniert, dass wir diese Innovation in alle XF – nicht nur die Dieselmodelle – übernommen haben. Damit haben wir den Charakter des Wagens wirklich verändert”, erklärt Mohan. Ebenfalls sehr früh entschied man sich, der Karosserie eine in dieser Klasse noch nie gekannte Steifigkeit zu verleihen, um den XF zu einer echten Sportlimousine zu machen. Mohan: „Guter Sound beginnt mit einer supersteifen Karosserie. Das reduziert Quietschen und Rattern und sorgt für einen soliden, hochwertigen Fahrzeugcharakter.“

    So besteht die Karosserie des Jaguar XF aus nicht weniger als 25 Stahlqualitäten, die von weich bis ultrafest reichen. Eine dieser 25 Qualitäten heißt Boron. Dieses Material ist 900 Prozent fester als herkömmlicher Weichstahl. Deshalb muss man es auf 450 Grad erwärmen, bevor es sich verformen lässt.
    Auch im Innenraum hat Mohan weder Kosten noch Mühen gescheut, um jedem einzelnen Detail die richtige Sound-Qualität zu verpassen. Vom Schließen der Türen bis zum Surren der elektrischen Sitzverstellung ist alles genau durchdacht. „In der Mittelkonsole des XF haben wir eine schöne Holzblende für die Dosenhalter. Selbst das Schließgeräusch dieser Blende sollte exakt zum Premium-Anspruch des Wagens passen. Da das Holz wie eine Möbeloberfläche aussieht, haben wir uns auch im Möbelbereich inspirieren lassen. Dabei sind wir auf einen Humidor für Zigarren gestoßen, der mit einem herrlich satten Klang schließt. Dieses Geräusch haben wir imitiert“, erklärt Mohan.

    Vom Plopp der Dosenhalterblende bis zum Knurren des Motors ist also alles, was Sie in einem X-TYPE, XF, XJ oder XK hören, der authentische Klang eines Jaguar.

  • DAS KLEINE EINMALEINS DER „SOUNDKUNDE“

    1. Eine steife Karosserie reduziert Rattern und Quietschen des Fahrzeugs.
    2. Eine aktive Auspuffanlage im XK/XKR lässt den Wagen im Schiebebetrieb schnurren und sorgt bei Beschleunigung für standesgemäßes Aufbrüllen.
    3. Kanäle im Ansaugsystem leiten bestimmte Geräuschanteile zurück in den Innenraum, um bei hohen Drehzahlen ein Knurren zu erzeugen.
    4. Die Doppelspritzwand des XF verbessert die Klangqualität der Dieselversionen und gestattet ein besseres Sound-Tuning für Benziner.
    5. Die Windschutzscheibe des Jaguar XF besteht aus einem dreilagigen „akustischen“ Verbundglas, das den Geräuschpegel im Innenraum um fünf Dezibel senkt.
    6. Der XJ mit 2.7 Liter Twin-Turbodiesel XJ verfügt über eine elektronische aktive Motoraufhängung, die 90 Prozent der Motorvibrationen im Leerlauf ausmerzt.

  • XF Interior - Bowers & Wilkins Speakers

    HI-FI AUF HÖCHSTEM NIVEAU

    Mit der 440 Watt starken Bowers & Wilkins Surround-Sound-Stereoanlage im XF hat Jaguar einen neuen Maßstab für Entertainment-Systeme im Auto gesetzt. Ingenieure der britischen Hifi-Schmiede – die zu den renommiertesten der Welt gehört – waren von Anfang an in die Konzeptionierung und Gestaltung des XF einbezogen. „Wir haben schon früh mit Bowers & Wilkins zusammen gearbeitet, um die 13 Lautsprecher und den Subwoofer optimal im Wagen zu platzieren“, so Wayne Burgess, Senior Manager, Jaguar Design. „Meist landen die vorderen Lautsprecher irgendwo unten in den Türen, wo sie manchmal einen Tritt bekommen und die Musik in Fußhöhe abspielen. Im XF haben wir sie vorn auf halber Höhe in die Türen eingebaut. Das führt zu einer beachtlichen Klangqualität“, erklärt Burgess.
    Die Kooperation zwischen Jaguar und Bowers & Wilkins gipfelte in einem integrierten Audiosystem – mit einer Leistung von 525 Watt – für den XKR-S Limited Edition.

  • DER XF ALS ROCKSTAR

    Für ein Konzert in der Londoner Brixton Academy wurde ein Jaguar XF SV8 zum Rockstar: als fünftes Mitglied der britischen Popgruppe Gloria Cycles. Die Band wurde von den beiden Fotografie-Studenten Kenny McCracken und Julian Ward gegründet. Die Musik der Gloria Cycles klingt wie eine Mischung aus dem Sound der Dexys Midnight Runners, The Cure, Supergrass und My Bloody Valentine.