BLICK AUS EINEM WAGEN

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Der XF Diesel S überwindet spektakuläre Serpentinen und bringt uns zu den atemberaubendsten Aussichtspunkten Norwegens.

  • Da steht ein Elch auf der Straße. Doch wir hatten die rot umrandeten Warnschilder am Straßenrand rechtzeitig bemerkt und verlangsamen das Tempo des XF – ein Schock ist es trotzdem, das riesige Tier mitten auf der Straße stehen zu sehen. Wir halten ein paar Meter entfernt an. Der Elch dreht langsam den Kopf und mustert uns eingehend. Er wartet ab. Weil nicht genug Platz ist, um an ihm vorbeizufahren, müssen wir ebenfalls warten. Wir rollen ein kleines Stück nach vorn. Doch das Tier reagiert erst, als wir kurz aufs Gaspedal drücken. Der Elch wirft noch einen kurzen Blick auf die Kühlerfigur unseres Jaguars, bevor er zwischen den Bäumen verschwindet.


    Eine unerwartete Pause auf unserer Fahrt durch Norwegen auf der Suche nach der schönsten Aussicht des Landes. Wir fahren auf nationalen Touristenrouten, die von der Regierung auf einigen der reizvollsten Strecken Norwegens eingerichtet wurden. Man beauftragte einheimische Architekten mit dem Bau von Aussichtspunkten, die eine neue Perspektive auf verschiedene Naturschönheiten des Landes eröffnen sollen.

    Unsere Reise begann in Oslo, wo wir beim Jaguar Vertragspartner der Stadt unseren XF Diesel S abgeholt haben. Eine Besichtigung der Bauwerke der Hauptstadt aus dem späten 18. Jahrhundert, der Museen und Galerien – darunter das eigens für die Sammlung des Künstlers errichtete Edvard-Munch-Museum mit rund 1.100 Gemälden, 4.500 Zeichnungen und 18.000 Drucken – kann durchaus für ein paar anregende Tage sorgen, doch das moderne Oslo wird heute vom neuen norwegischen Nationalen Opern- und Balletthaus repräsentiert. Es entstand direkt am Hafenbecken und hat sich in Windeseile zum beliebtesten Wahrzeichen der Stadt entwickelt. Diverse schräge Ebenen ziehen sich in die Bucht hinunter. Die Stufen und Rampen, die das Dach bilden, laden zum Spazierengehen und Plaudern ein. Der Bau wird auf gewisse Weise zum Ufer selbst. Die meiste Aufmerksamkeit zieht seine Front auf sich, doch auch die Rückseite hat eine Überraschung in petto. Fenster geben den Blick auf die Bühnenwerkstätten frei und Besucher können das sehen, was normalerweise im Verborgenen vor sich geht – die Herstellung von Kostümen, Perücken und Kulissen.

    Nur ein paar Schritte vom Wasser entfernt steht eines der angesagtesten Hotels von Norwegen, das Grims Grenka. Die norwegische Architektin Kristin Jarmund hat hier mithilfe von Werkstoffen wie Stein, Holz und Leder minimalistische Flächen geschaffen. Kleine Farbtupfer beleben das Bild, zum Beispiel die Rentierhorn-Lampen und ein kleiner Moosgarten an der Rezeption. Es gibt eine Cocktailbar und eine kleine Dachterrasse. Der britische Küchenchef des Restaurants Madu verwöhnt die Gäste mit Dim Sum, Meeresfrüchten und Sushi-Fusion-Gerichten.

  • IN DIE WÄLDER

    Wir verlassen Oslo auf der E6, die sich am Ufer des größten norwegischen Sees, des Mjøsa, entlangzieht und auch an Lillehammer, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele von 1994, vorbeiführt. Haushohe Felsen säumen die Straße, Fichtenwälder überziehen die Hügel und die kleinen Aschefelder verleihen der Landschaft eine Farbenpracht, die der von Neuengland in nichts nachsteht.

    Auf der E6 kommen wir nur langsam voran, doch die Leistung des XF verleiht uns bei Überholmanövern die nötige Kraft und Sicherheit. Auch wenn sich unter der Motorhaube ein Dieselmotor befindet – die neuen 3,0 Liter AJ-V6 D Gen III von Jaguar machen die althergebrachte Vorstellung von einem Diesel zunichte, denn in diesem XF verbirgt sich tatsächlich die Seele eines Sportwagens.

    Der leichte Dieselmotor ist in zwei Versionen erhältlich: als 240-PS-Aggregat mit 500 Nm Drehmoment und als S-Modell mit 275 PS und 600 Nm, wie wir es fahren. Beide überzeugen mit einem durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 6,8 l/100 km (kombiniert) – eine Verbesserung von 11,7 Prozent gegenüber dem früheren 2,7-Liter-Motor. Die CO2-Emissionen betragen bei beiden Versionen nur 179 g/km, also 10 Prozent weniger als beim Vorgängermotor. Die wohl beeindruckendste Zahl ist jedoch die Leistungssteigerung von umwerfenden 33 Prozent, und das trotz der geringeren Verbrauchs- und Emissionswerte. Außerdem erfüllen beide Motoren bereits die Abgasnorm EU5, die 2011 in Kraft tritt.

    Der S erreicht eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und beschleunigt in nur 6,4 Sekunden von 0-100 km/h. Das ist 1,8 Sekunden schneller als beim Vorgängermotor und befördert den XF Diesel direkt in die Liga der echten Sportwagen. Genauso eindrucksvoll ist der Durchzug von 80-120 km/h, der in nur 3,2 Sekunden erfolgt. Es ist das Drehmoment im unteren Drehzahlbereich, das eine so hervorragende Zugkraft schafft  und uns dabei hilft, am langsameren Verkehr auf der E6 vorbeizuziehen.

    Im Innenraum unseres XF Portfolio wurde Qualitätsleder im modernen Design – an der Armaturentafel und den Türen mit dezenten Kontrastnähten verziert – verwendet, aber auch das handgearbeitete Aluminium und die Holzausstattung entsprechen dem Bild, das man sich gemeinhin von Jaguar und dem XF macht. Die ausgezeichnete Stereoanlage von Bowers & Wilkins, an die auch ein iPod angeschlossen werden kann, lässt keine Wünsche offen. Die Vordersitze können beheizt oder gekühlt werden. Und das Handschuhfach öffnet sich nicht auf Knopfdruck, sondern durch kurzes Antippen eines rondellförmigen Symbols in der Holzverkleidung darüber. 20-Zoll-Räder und ein S-Emblem zieren das Exterieur des Diesel S.

    Man drückt die Starttaste und der Motor des XF springt an. Die Lufteinlässe in der Armaturentafel drehen sich nach oben, der JaguarDrive Selector™ fährt sanft aus der Mittelkonsole. Jetzt einfach auf „D“ drehen und schon kann die Fahrt beginnen.

    Wir cruisen dahin. Der Motor dreht nur wenig schneller als im Leerlauf, Gangwechsel finden fast unmerklich statt. Hin und wieder gleitet der XF über ein Schlagloch. Viele davon gibt es auf den ebenen Straßen Norwegens allerdings nicht.

    Wir biegen auf die 27 ab, in den Nationalpark Rondane. Die Straße führt über karges, aber wunderschönes moorähnliches Gelände, bevor sie bis zum Aussichtspunkt Sohlbergplassen in bewaldeteres Gebiet abfällt. Hier hat der Architekt Carl-Viggo Hølmebakk einen Betonsteig rund um die Bäume geschaffen, der einen Blick über den See Atnsjøen bis zu den Rondane-Bergen bietet. Inspiriert hat ihn dabei ein Gemälde von Harald Sohlberg: Im Vordergrund umrahmen Kiefern das Bild, sowohl im Kunstwerk als auch am neuen Aussichtspunkt. Die Wände hat Hølmebakk aus Holz gestaltet. Die Astlöcher und Maserungen des natürlichen Werkstoffs sind im Beton abgedruckt und verbinden ihn so mit der Umgebung.

    Wir fahren weiter die 27 entlang und nehmen dann die 29 zurück zur E6. Dann geht es auf der E136 in Richtung Åndalsnes. Schon bald wird die Landschaft rauer und bergiger. Wir biegen auf die schmale 63 ab. Diese Straße ist normalerweise zwischen Oktober und April gesperrt. Der Grund dafür wird uns schnell klar. Vor uns liegt die Trollstigen – die Troll-Leiter. Sie windet sich in endlosen Serpentinen (aber nur gut einen Kilometer Luftlinie) den Hang eines Bergs hinauf und kreuzt auf halbem Weg sogar einen Fluss, ganz in der Nähe eines Wasserfalls. Hin und wieder wird der Weg nervenaufreibend schmal, vor allem, wenn sich aus der anderen Richtung ein Bus nähert. Die Vorteile der Einparkhilfe mit Rückfahrkamera weiß man erst richtig zu schätzen, wenn man einmal hier war. Denn hier möchte man ohne dieses Austattungsmerkmal ganz bestimmt nicht zurücksetzen.

    Die Kraft, die der XF zwischen den Kehren entfaltet, ist phänomenal. Bei jeder Steigung zieht der Diesel S mühelos an, was unter anderem dem cleveren, sequenziell geschalteten Turboladersystem des neuen Diesels zu verdanken ist – übrigens dem ersten seiner Art bei einem V-Motor. Diese Doppel-Turbolader arbeiten in Reihe, bieten so ein unerreichtes Ansprechverhalten und sorgen für das beste Drehmoment dieser Klasse im unteren Drehzahlbereich, während bei höheren Drehzahlen eine enorme Kraft freigesetzt wird. Bei normalen Alltagsfahrten oder auf der Autobahn erledigt das meistens der größere Primär-Turbolader mit variabler Geometrie. Ein kleinerer Sekundär-Turbo mit fester Geometrie steht für den Bedarfsfall bereit. Wenn man stark beschleunigt und die Drehzahlen über 2800 U/min klettern, wird der Sekundär-Lader in nur 300 Millisekunden dazugeschaltet. Eine Turboverzögerung ist nicht spürbar – der Übergang erfolgt nahtlos. Mit dem großen Turbo als Primär-Lader kann auch bei niedrigem Tempo ein hervorragendes Ansprechverhalten garantiert werden. In nur 500 Millisekunden erzeugt er 600 Nm aus dem Leerlauf und treibt den XF so durch die Serpentinen.

    Schon bald haben wir die Spitze der Trollstigen erreicht, wo uns der Aussichtspunkt des Architekten Reiulf Ramstad erwartet. Er ragt aus dem Berg hervor und ermöglicht einen freien – wenn auch etwas beklemmenden – Blick ins Tal. Die Konstruktion aus rostigem Stahl und Glas passt gut zur kargen Landschaft und ist vom Tal aus kaum zu sehen.

  • KURVEN DER EXTRAKLASSE

    Auf der anderen Seite des Passes geht die Straße weiter und öffnet sich in einer Reihe weiter, schwungvoller Kurven. Die Berge sind noch immer atemberaubend, aber nicht mehr so rau. Nach ein paar Kilometern kommen wir zum Juvet Landscape Hotel. Knut Slinning, der aus dieser Gegend kommt, hat ein Hotel gebaut, das sich hervorragend in den bewaldeten Berghang einfügt. Jedes Gästezimmer ist eine eigene kleine Hütte mit Blick auf den vorüberrauschenden Fluss. Da alle über eine oder zwei Glaswände verfügen, kann man die spektakuläre Landschaft in vollen Zügen genießen. Dabei gleicht kein Zimmer dem anderen. Die sieben Hütten sind zwar ungefähr gleich groß, aber ganz individuell gestaltet, damit sie sich perfekt zwischen die Bäume und Felsen schmiegen, die es schon vor ihnen hier gegeben hat. Unter einem Glasdach verbirgt sich der Wellness-Bereich direkt am Fluss. Wenn es einen Preis für die beste Aussicht aus einem beheizten Whirlpool gäbe, würde ihn dieser ganz bestimmt gewinnen.

    Jensen & Skodvin Architects entwarfen die Kapseln und bauten auch den nahegelegenen Aussichtspunkt Gudbrandsjuvet, dem wir uns am nächsten Morgen zuwenden. Hier hängen Fußbrücken aus Metall über einer Schlucht, in der tief unten der Fluss dahinrauscht. Sie sind mit einer Biegung nach innen so konstruiert, dass sich der Besucher unbesorgt über das tosende Wasser hinauslehnen kann.

    Danach führt die 63 hinunter zum Norddalsfjord und zur Autofähre, die Valldal und Eisdal miteinander verbindet. Auf einem Aussichtsdeck können die Passagiere die Landschaft bewundern – ein seltener Moment, denn jetzt spielt einmal nicht der XF die Hauptrolle.

    Auf der anderen Seite des Fjords steigt die Strecke ein paar Kilometer langsam an, bevor wir Ørnevegen – die Straße des Adlers – hoch über dem Geirangerfjord erreichen. Der Name ist auf die große Adlerpopulation zurückzuführen, die sich hier niedergelassen hat. Es könnte natürlich auch daran liegen, dass man sich fühlt, als fliege man dem Wasser entgegen, wenn man durch eine Reihe von Haarnadelkurven den Berg hinunterfährt. Auf halber Strecke trifft man auf einen neuen Aussichtspunkt, aber das Panorama ist während der gesamten Abfahrt unglaublich schön. Der Ausblick ist tatsächlich so atemberaubend, wie die Broschüren es versprechen – kein Wunder, dass die Gegend rund um den Geirangerfjord von der Unesco zum Welterbe erklärt wurde. Der ruhige Fjord bildet einen herrlichen Kontrast zu den steil aufragenden Bergwänden und den riesigen Wasserfällen. Durch die kurzen Entfernungen zwischen Wasserflächen und Berggipfeln entsteht eine seltene Naturschönheit, in der klaren, kühlen Luft ist keine Spur von Dunst zu sehen. Eindeutig der herrlichste Blick und der schönste Fjord auf unserer Reise.

    Hoch oben in den Bergen klammern sich die Überreste alter Holzhütten mit Rasendächern an kleine Felsvorsprünge. Heute sind sie verlassen, doch früher brachten die Bauern mit einer Seilbahn Heu an den Fjord hinunter. Ein Hof war so nah am Abgrund gelegen, dass die Kinder an großen Felsen festgebunden wurden, damit sie nicht abstürzten, wenn sie draußen spielten. Abgesehen von Pfaden über einige Bergpässe war das Dorf Geiranger nur mit dem Boot zu erreichen – noch heute eine beliebte Möglichkeit. Hier legen auch Kreuzfahrtschiffe an, doch die kleine Hauptstraße wirkt schnell überfüllt, wenn die Passagiere an Land strömen, und so machen wir uns auf zum Hotel Union.

    Es wurde 1891 errichtet, ursprünglich aus Holz, und befindet sich noch immer in Familienbesitz. Sindre Mjelva, der Geschäftsführer des Hauses, kümmert sich schon in vierter Generation um die Gäste. Von den neuen Spa-Suiten aus kann man die Wellness-Einrichtungen des Hotels erkunden. Hier gibt es einen beheizten Whirlpool, Sauna, Dampfbad, Hamam, Außen- und Innenbecken und ein umfangreiches Angebot an Behandlungen. Highlight sind die verschiedenen Erlebnisduschen, die mit Licht, Düften, Wärme und dem Gefühl des Wassers mit den Sinnen spielen. Vorsicht ist bei der Dusche Syv Søstre – Sieben Schwestern – geboten, die an einen Wasserfall in der Nähe erinnert. Denn danach muss man sich eventuell im beheizten Whirlpool wieder aufwärmen.

    Am nächsten Tag fahren wir auf der 63 weiter nach Süden. Dieser Streckenabschnitt musste damals in Handarbeit gebaut werden – eine echte Leistung, die bei der Weltausstellung in Paris im Jahr 1900 mit der Goldmedaille belohnt wurde. Ein Teil der ursprünglichen Straße ist noch immer befahrbar. Knutten – der Knoten – ist eine geniale Idee, um eine Felsspitze zu bewältigen! Die Straße führt in einer Schleife darum herum, darunter hinweg und über sich selbst hinüber, bevor sie schließlich weitergeht. Wir passieren den Flydalsjuvet – einen natürlichen Aussichtspunkt am Berg – und rollen auf einer mautpflichtigen Straße dem Gipfel des Berges Dalsnibba entgegen. Der ist allerdings so wolkenverhangen, dass wir von einem Besuch absehen und wieder hinunterfahren.

    Ein weiterer Vorteil der neuen Dieselmotoren ist ihr Geräusch – oder besser, das Fehlen eines echten Geräuschs, wenn man mit Reisegeschwindigkeit oder auch in langsamerem Tempo dahinfährt. Sie sind erstaunlich laufruhig und auch die Vibrationen, die man im Allgemeinen von einem Diesel erwartet, sind praktisch nicht vorhanden. Und dabei steht immer diese enorme Kraft zur Verfügung. Vor uns windet sich die Straße durch weite Kurven, an einem Fluss und dem Ufer eines kleinen Sees entlang. Der XF ist wie für diese Strecke gemacht und schlängelt sich agil von Biegung zu Biegung. Wenn man den JaguarDrive Selector™ auf den Sportmodus dreht, kann man die Gänge auch manuell wählen. Mit einer leichten Berührung der Schaltwippen am Lenkrad schaltet das Getriebe sofort, ohne dass die Hände vom Steuer genommen werden müssen. Auf Straßen wie diesen ist es kein Problem, mit hohem Tempo lange Strecken rasch zurückzulegen – und das 6-Gang-Automatikgetriebe lässt den guten alten Schaltknauf wie ein Relikt aus früheren Zeiten wirken. Dieser XF ist eine ganz neue Interpretation eines Diesels. Alle Vorurteile sind wie weggeblasen. Er verwischt die Grenzen zwischen Leistung und Wirtschaftlichkeit und überzeugt in jeder Hinsicht. Dieses Fahrzeug bietet Vorteile wie geringere Emissionen und einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch, begeistert aber immer noch mit der legendären Leistung und der DNA eines Jaguars. Und er entspricht damit dem Leitbild, das Jaguar-Gründer William Lyons als Voraussetzung für alle seine Autos aufgestellt hat: Anmut und Tempo – Grace and Pace. Wer einen Jaguar fährt, weiß, was das heißt.

  • BERGE IN BEWEGUNG

    Wir biegen auf die 15 ab, fahren am Aussichtspunkt Videfossen vorbei und nehmen dann die 60 nach Loen. Auf den Gipfeln kann man die Spuren des Jostedalsbreen-Gletschers erkennen, dem größten auf dem europäischen Festland. Die 60 schlängelt sich um den Innvikfjord herum – ebenfalls wunderschön, auch wenn er es nicht ganz mit dem Geirangerfjord aufnehmen kann.

    Doch die Landschaft ist nicht so friedlich und still, wie sie aussieht. 1905 stürzte ein Berghang in den Fjord und löste eine Flutwelle aus, die fast das gesamte Dorf davonspülte. Die Bewohner bauten ihre Häuser wieder auf und zogen in ihr Dorf zurück. Dann passierte es 1936 noch einmal. Auch heute ist die Bedrohung noch real – ein Berg am Geirangerfjord wird inzwischen ständig überwacht, da Experten einen weiteren Erdrutsch befürchten.

    Über die E39 erreichen wir dann die 5, die in einem Tunnel unter einer Zunge des Jostedalsbreen hindurchführt und in südlicher Richtung bis Sogndal weitergeht. Gleich nach einem weiteren Tunnel ist die Straße zu Ende. Mit der Fähre überquert der XF den Årdalsfjord, einen kleinen, inländischen Ableger des riesigen Sognefjord, des tiefsten und längsten der norwegischen Fjorde.

    Hier fahren wir nicht über den nächsten Berg hinüber, sondern mitten hindurch. Die E16 führt durch den Lærdal-Aurland-Tunnel. Mit 24 Kilometern ist er der längste Straßentunnel der Welt. 2000 wurde er vom norwegischen König Harald eröffnet. Drei riesige Hohlräume, die in den Berg gegraben wurden, unterteilen ihn in vier Abschnitte, breit genug, dass ein Lkw darin umkehren kann. Jede Kaverne ist in blaues Licht getaucht, gelbe, grüne und orangefarbene Lichtakzente schaffen ein surreales Bild. Dadurch soll verhindert werden, dass Autofahrer nach der relativ langen Zeit unter der Erde am Steuer einschlafen. Am Aurlandsfjord sehen wir das Tageslicht wieder. Hier, am Ende einer schmalen Bergstraße, liegt der spektakuläre Aussichtspunkt Stegastein. Der von Todd Saunders und Tommie Wilhelmsen entworfene Holzsteg schweift über den Fjord. Nur eine dünne Glaswand verhindert einen Absturz. Der Blick über den Fjord und das Dorf Aurland ist einfach atemberaubend.

    Bei Sonnenuntergang fahren wir das nahegelegene Hotel Flåmsbrygga an. Die Eigentümer haben neben dem Hotel auch eine von den Wikingern inspirierte Kneipe mit eigener kleiner Brauerei eröffnet. Hier wird traditionelle norwegische Küche serviert. Auch ein Bierprobenmenü wird angeboten, das fünf Gänge mit einem jeweils darauf abgestimmtem Gerstensaft umfasst.

    Hotel und Lokal liegen direkt am Fjord. Abends kehrt hier absoluter Frieden ein – kein Geräusch ist zu hören, nur die Lichter des Dorfes tanzen übers Wasser.

  • XF AUSSTATTUNGS-PAKETE

    Jaguar hat drei Ausstattungs-Pakete zusammengestellt, die den XF Diesel S zu komplementieren: das Dynamik-Paket, das Aerodynamik-Paket und das Interieur-Paket.

    Das Dynamik-Paket umfasst das adaptive Fahrwerk (Adaptive Dynamics) von Jaguar, das bisher nur für den XK, den XKR und den XFR erhältlich war. Das High-Tech-System analysiert die Karosseriebewegungen sowie das Lenk- und Abrollverhalten 500 Mal pro Sekunde und passt das Fahrwerk ständig entsprechend an, um das Handling ohne jegliche Einbußen beim Komfort zu verbessern. Das Ergebnis: Das bereits eindrucksvolle Handling des XF wird weiter verbessert, was eine ideale Balance aus dem Luxus einer Limousine und der Agilität eines Sportwagens garantiert. Das Dynamik-Paket beinhaltet zudem 20-Zoll-Leichtmetallfelgen im Design „Volans“ in Sparkle Silver oder Shadow.

    Das Aerodynamik-Paket akzentuiert das dynamische Exterieur des XF. Das attraktive schwarze Gitterdesign an Kühlergrill und unteren Lufteinlässen verleiht der Front des Fahrzeugs einen frischen Look. Der Effekt wird noch verstärkt, wenn die aparten Lufteinlassstreifen mit hellweißen LED-Tagfahrleuchten versehen werden. Die in diesem Paket enthaltenen Seitenschweller weisen formschöne Zierleisten auf, ein einmaliger, markanter Spoiler ziert die Heckklappe. Dieses Ausstattungs-Paket ist in verschiedenen Exterieurfarben erhältlich, darunter Porcelain, Ultimate Black, Lunar Grey und Liquid Silver.

    Das Interieur-Paket verleiht dem XF Diesel S sportlichen Luxus in Vollendung und sorgt für eine komfortable, sichere und leistungsstarke Fahrt. Es umfasst Sportsitze mit 18-Wege-Sitzeinstellung für Fahrer- und 14-Wege-Sitzeinstellung für Beifahrersitz, die ursprünglich für den XFR entwickelt wurden. Elektrisch verstellbare, erhöhte Seitenpolster halten Fahrer und Beifahrer bei rasanten Kurvenfahrten fest im Sitz. Der sportliche Look des Innenraums wird betont durch hochglänzende Paneele in Pianolack Schwarz – eine Option, die nur für den XF in diesem Paket verfügbar ist.

  • BERGE, KÜSTEN, WASSERFÄLLE UND FJORDE

    Die „National Tourist Routes“ sind ein ehrgeiziges Projekt der norwegischen Regierung – 18 Streckenabschnitte von 25 bis 195 Kilometern Länge durch die schönsten Landschaften Norwegens. Sie erstrecken sich vom Eismeer im Norden bis zur fruchtbaren Küstenlandschaft der Jæren im Süden und führen auch an den Fjordgebieten vorbei, die wir erkundet haben. Die Straßen des Projekts erfüllen drei Hauptkriterien: Sie führen nicht nur durch die Naturschönheiten der Landschaft, sondern bieten an eigens eingerichteten Haltepunkten auch Beispiele moderner Architektur und dazu natürlich herrliche Fahrerlebnisse, weit weg von überfüllten Hauptverkehrsadern.

    Die Aussichtspunkte existieren entweder in Harmonie mit der Landschaft und ihrer Umgebung oder in scharfem Kontrast dazu. Viele wurden bereits international ausgezeichnet. 2009 erfüllten sechs Streckenabschnitte die strengen Qualitätsanforderungen des Touristenrouten-Projekts. 2016 werden alle 18 fertiggestellt sein – mit Kosten in Höhe von mehr als 2 Mrd. NOK (knapp 250 Mio. Euro).

  • HOTELKONTAKT

    Juvet Hotel bei Valldal.
    www.juvet.com
    Grims Grenka, Oslo.
    www.grimsgrenka.no
    Hotel Union,
    Geiranger.
    www.hotel-union.no
    Flåmsbrygga
    Hotel, Flåm.
    www.flamsbrygga.no